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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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über den Rhein zurückzuziehen. Drei Wochen später, den 23. Juni,passirte Moreau mit der Rheiu- und Moselarmee den Oberrheinbei Straßburg.

In dem Augenblick, wo der Erzherzog Karl mit Jourdanbeschäftigt, und noch ehe der Waffenstillstand am Oberrhein ge-kündigt war, hatte die östreichische Regierung den GeneralWurmser bestimmt, mit einer Verstärkung nach Italien zumarschiren und dort das Kommando zu übernehmen, dagegendeni Erzherzog Karl das Kommando am Oberrhein mitübertragen.

Wurmser marschirte dem zu Folge Mitte Juni mit 25>,000Mann der oberrheinischen Armee nach Tirol ab. Außerdemrückten beträchtliche Verstärkungen aus dem Innern heran, sodaß die ganze für Italien disponible Macht 80,000 Mann be-trug, wovon aber 10,000 in dem Innern (vermuthlich in Tirolund Kärnten) zurückgelassen wurden. Mit diesen Verstärkungentraf Wurmser Mitte Juli, also nach einem Zeitraum von vierWochen, in Trient ein. Da die Entfernung von Offenburg imSchwarzwalde bis Trient etwa sechszig Meilen beträgt, so hatdie daraus verwendete Zeit nichts Ungewöhnliches; auf einegroße Eile kam es ohnehin weniger an, als auf andere guteEinleitungen zum Erfolg.

Wurmser beschloß, seinen Angriff nach einem Plane seinesChefs des Generalstabes, des Obersten Weirotter, einzurichten,der darin bestand, in zwei Kolonnen auf beiden Seiten desGardasees aus dem Gebirge hervorzubrechen. Die Hauptkolonne,32,000 Mann stark, unter Wurmsers eigenem Befehl sollte durchdas Thal der Etsch, die Nebenkolonne unter Quasdannowitsch,18,000 Mann stark, am westlichen Ufer des Gardasees überRiva und Salo vordringen.

Die Gründe zu dieser Theilung, die wir in der Folgenäher betrachten wollen, waren unstreitig:

1. nicht mit einer so beträchtlichen Macht auf einer Straßezu bleiben, sich also eine breitere Basis zu verschaffen;

2. die Franzosen gleichfalls zu einer Theilung zu veranlassen ;

3. sie in ihrem Rückzug zu bedrohen, und daher schon durchein bloßes Manöver Mantua zu befreien;