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Quasdannowitsch, der seine zwei Kolonnen bei Salo nndLonato geschlagen sieht, erkennt, daß er es mit der französischenHauptmacht zu thun hat; er wartet daher die Ankunft Augereausin Montechiaro nicht ab, sondern zieht sich nach Gavardo zurück.
Bonaparte marschirt mit den Divisionen Augerean undDespinois die ganze Nacht vom 31. Juli zum 1. August nachBrescia, wo er Morgens um acht Uhr ankommt und die Oeft-reicher ohne Mühe wieder vertreibt.
Diese Bewegung hat etwas Excentrisches und Wunderliches.Vermuthlich hat Bonaparte geglaubt, dort ein beträchtlichesKorps Oestreichs anzutreffen, zu überfallen und von der Chieseabzuschneiden. Da es aber ein bloßer Lufthieb war, so ließ erdie Division Despinois da und kehrte mit der von Augereanden 2. Angust nach Montechiaro zurück. Massena stand nochbei Lonato und Säuret nördlich von Desenzano.
38. Wurmser steht über den Mincio.
Am 1. August, als Bonaparte auf Brescia marschirt,Ouasdauuowitsch sich bei Gavardo und Salo sammelt, rücktWurmser an den Mincio und zieht in das befreite Mantua ein.Er nimmt mit einem Theil seiner Truppen eine Aufstellunglängs des Flusses, läßt seine Avantgarde unter Liptay auf Goitovorrücken, einen Theil der Garnison von Mantua aber denbeiden Brigaden der Division Serrurier aus den Straßen vonBorgoforte und Macaria nachrücken.
Wurmser hat vermuthlich geglaubt, die französische Armeesei im vollen Rückzüge, er fand die Belagerung anscheinend mitber höchsten Uebereilung und Verwirrung aufgehoben, die sämmt-liche Belagerungsartillerie mit allen übrigen Zurüstungsgegen-ständen zurückgelassen, den General Serrurier im Abzug be-llriffen. Es hatte das Ansehen eines Zimmers, in dem manalles stehen und liegen findet, wie der Besitzer es in eiligerflucht gelassen hat. Freude und Erstaunen ergriff die Gemütherder Oestreicher. Wurmser glaubte, dies sei die Folge seinerlleberlegenheit, seines umfassenden Angriffs und seiner glücklichenGefechte am 20. bei Rivoli und Salo; er glaubte sich also im