107
rückwärts Fronte gemacht und sich mit einzelnen DivisionenTurinsers geschlagen. So einfach ist es aber nicht. Es habenam 3. Angnst zwei Hauptgefechte, bei Castiglione und bei Lo-uato, und mehrere kleine auf der Linie von Brescia nach Salostattgefunden, aber sie sind bis jetzt noch nicht aus der wunder-baren Verwirrung gezogen, in welcher sie der erste Schlacht-bericht des französischen Obergenerals gelassen hat, weil diebstreichische Geschichtserzählung in der Militärischen Zeitschrift"rit deni Rückzug in Tirol aufhört, und es noch niemandemgelungen ist, aus östreichischen amtlichen Berichten das Dunkelaufzuhellen. General Jomini hat in feiner Geschichte der Re-Uolutionskriege eine Erzählung aufgestellt, die dein französischenamtlichen Bericht in dem zweifelhaften Punkte gegenübersteht,ahne ihn gehörig aufzuklären. Es ist nämlich nichts mehr undnichts weniger ungewiß, als mit wem Bonaparte bei Lonato sichgeschlagen hat, ob mit einer Abtheilung der Armee von Quas-bannowitsch oder der Armee von Wurinser.
Wir wollen uns begnügen, die Sache so hinzustellen, wieste zur Zeit noch steht, ohne uns in unnütze Diskussionen ein-zulassen, da es nicht fehlen kann, daß in der Folge durch einpaar Nachrichten aus dem östreichischen Militärarchiv die Hanpt-verwirrung gehoben werden wird. Nach der Darstellung Jo-Uiiiii's verhält sich das Ereigniß folgendergestalt.
Zweites Gefecht bei Lonato. Zweites Gefecht bei Castiglione am L. Anglist.
Bonaparte glaubt am 2. August, Quasdannowitsch sei§U>ar zurückgeworfen, müsse aber höher ins Gebirge hinaus-drängt werden. Er bestimmt dazu, unter den Befehlen desGeneral Despinois etwa Ö—6000 Mann. Sie sollen den 3.drücken, und zwar Guyeux wieder auf Salo, Despinois von^escia aus auf Gavardo, D'Allemagne über Pietro zwischenkiden soll die Verbindung machen, der Generaladjutant Herbin^ über Osetto die rechte Flanke bedrohen. Dies sind die An-^biningen gegen Ouasdannowitsch.
Auf der andern Seite macht der Verlust von Castiglione^Hig, diesen Posten wieder zu nehmen. Augereau, verstärkt