108
durch die Kavalleriedivision von Kilmaine, soll also den GeneralLiptay in derselben angreifen.
Mit der Division Massena will Bonaparte in der Mitte beiLonato bleiben, um sich nach den Umständen dahin zu wenden,wo es nöthig sein möchte.
Augereau ist in seinem Gefecht gegen Liptay glücklich-Zwar wird dieser durch etwas Truppen von der Hauptarmesunterstützt, und der Widerstand ist hartnäckig, aber Augereanbleibt ihm doch überlegen und nöthigt ihn die Stellung zu ver-lassen, in der er sich seinerseits festsetzt.
Dagegen ist das Vorgehen der Franzosen gegen Quas-dannowitfch unglücklich. Dieser General nämlich glaubt am 3-noch einen Versuch machen zu müssen, gegen den Mincio MVereinigung mit Wnrmser vorzudringen, um ihm in jedem Fallebeizustehen, wenn er mit Bonaparte schon handgemein sein sollte-Er rückt also vor und trifft mit seiner Ueberlegenhcit auf dieschwachen Kolonnen des General Despinois. Die Folge davonist, daß Despinois mit Verlust gegen Brescia zurückgeworfenwird, D'Allemagne mit Mühe nach Rezzato auf der Straße vo»Lonato nach Brescia entkommt, und eine Kolonne von Quas-dannowitsch unter Oskay bei Lonato vordringt. Dagegen hatder General Guyeu.r die Gegend von Salo wirklich erreicht.
Der General Oskay trifft bei Lonato zuerst auf die Avant-garde (oder besser Arrieregarde) Massenas unter dem GeneralPigeon, sie wird mit großem Verlust geworfen, verliert dr<nGeschütze, und der General Pigeon selbst wird gefangen genoimmen. In dem Augenblick kommt Bonaparte mit der DivisionMassena von St. Marco herbei. Er befindet sich in einer selstgedrängten und geschlossenen Ordnung; die Oestreicher wolle»ihn von beiden Seiten überflügeln; er dringt in derdurch, sprengt sie auseinander und nöthigt den linken Flitztgegen den Gardasee abzuziehen. Hier wären sie beinahe abg^schnitten worden, wenn nicht die Spitze der östreichischen Rese»»^unter dem Fürsten Rens; sie wieder losgemacht hätte. Dadessen dieser abgedrängte linke Flügel bei seinem weiteren R»^'zug nach Salo und Gavardo hin die Eingänge des Gebüßt