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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Bonaparte kein großes Geschick gezeigt hat, die drei Hauptgefcchteam 31. Juli, 3. und 5. August so einzuleiten oder zu benutzen,daß daraus ganz entschiedene Siege geworden wären; denn daswaren sie alle drei nicht, wie voll Bonaparte und seine Generäleauch den Mund davon nehmen. Seine Berichte sind voll jenerlächerlichen Uebertreibungen, die er auch in der Folge und seinganzes Leben hindurch gemacht hat. Diese Prahlerei, diese völligeGefühllosigkeit für die Wahrheit lag entweder in seinem Charakteroder es war ein früh erkannter Grundsatz der Politik.

Hätte die Armee Wnrmsers eine wahre Niederlage erlitten,so würde Bonaparte ihr mitten durch Tirol gefolgt sein; stattdessen sehen wir diese Armee vermittelst einiger blos aus deinInnern gezogener Verstärkungen vierzehn Tage darauf nur nin5—6000 Mann schwächer wieder in der Lombardei auftreten.

Um gegen Quasdannowitsch gleich anfangs mehr entschie-denen Erfolg zu haben, hätte Bonaparte diesen General nichtden 31. Juli, sondern den 1. August angreifen sollen; dannfand er ihn wahrscheinlich mehr beisammen und weiter vor-gerückt, er selbst aber hatte seine Kräfte gesammelt. Dagegenwar, was am 31. geschah, eine Art von vekaulkouröe mit denDivisionen Säuret und Despinois, denn weder Augereau, nochMassena selbst scheinen dabei gewesen zn sein*).

Der Schlacht vom 5. August aber hätte wahrscheinlichein kräftiges Verfolgen über Peschiera viel größere Folgen ge-geben.

Wir sagen dies nicht sowohl, um einen positiven Tadelgegen den französischen Feldherrn ausznsprechen, als um klarerzu zeigen, was die Begebenheit war, und was nicht.

') Schreiben des General Despinois an Bonaparte vom I, Juli l7Vb-0orrs8p. inoclits, Italie, toms I., p. 4lv.