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48. Bonaparte greift Davidowitsch an.
Das Korps Oestreicher, welches unter Davidowitsch in Tirolzurückbleiben sollte, hatte dieses Land nach drei Seiten hin be-setzt. Ein Korps von 3500 Mann unter General Grösser deckteVorarlberg und machte Fronte nach Schwaben; ein zweitesunter dem General Laudon, 3000 Mann stark, besetzte die Aus-gänge nach dein Veltlin; die übrigen 14,(XX) Mann befandensich gegen die französische Armee in der Gegend von Trient.Dieses Hauptkorps hatte eine Division unter Fürst Reuß von5—6000 Mann auf dem rechten Ufer der Etsch bei Mori,zwischen Noveredo und dem Gardasee. Sie hatte ihre Avant-garde an der Sarca. Eine andere Division unter Wukassowitschstand bei St. Marco im Thale der Etsch und in gleicher Höhemit Mori; sie hatte ihre Avantgarde bei Seravalle. Die Re-serve stand hinter Roveredo, in der sehr starken Stellung vonCaliano. Davidowitsch hatte sein Hauptquartier in Roveredo.
Wurmser selbst hatte sich mit drei Divisionen unter Quas-dannowitsch, Sebottendorss und Mezaros, 26,000 Mann stark,den 2. September durch das Thal der Brenta nach Bassano inMarsch gesetzt.
Bonaparte kannte Wurmsers Angriffsplan. Er beschloßdarauf, unter dem General Kilmaine 2500—3000 Mann ander untern Etsch zurückzulassen, um die Blokade von Mantuazu decken, mit den Divisionen Vaubois, Massena und Augereauaber das Thal der Etsch hinaufzugehen, Davidowitsch zu schla-gen, und dann durch das Thal der Brenta hinter Wurmserherzumarschiren, um ihm eine Schlacht zu liefern, wo er ihnfände. Die Gefechte gegen Davidowitsch geben die Schlachtvon Roveredo, und die gegen Wurmser eine Reihe von Ge-fechten von Bassano bis unter die Mauern von Mantua hin,die man unter dem Kollektivnamen der ersten Schlacht vonBassano begreift.
Da die Stellung von Davidowitsch selbst nördlich vomGardasee lag, so glaubte Bonaparte es wagen zu können, dieDivision Vaubois auf dem westlichen Ufer des Sees vorgehen