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unbestimmten Verheißungen nicht darauf einlassen wollte. DieGrenzen dieses Landes gegen Frankreich waren in den Alpcn-pässen durch zahlreiche Parteien, die unter dem Namen derBärbels bekannt waren, sehr ernstlich beunruhigt. Schleich-händler und die Leute eines von den Sardiuiern aufgelöstenfremden Regiments machten die Hauptbestandtheile dieser Bandenaus, die, wenn auch nicht von der Regierung selbst, doch viel-leicht von den sardinischen Beamten begünstigt, wenigstens nichtbehindert werden mochten. Eine Menge von Nachrichten, dieman den Franzosen über geheime Verbindungen des TurincrHofes mit dem Wiener hinterbrachte, machten das Direktoriumsehr mißtrauisch.
Mit Genua waren die Verhältnisse nicht viel besser, bisim Oktober ein Friede mit dieser Republik abgeschlossen wurde.
Das Mailändische selbst war ruhig, obgleich zwischen großerenthusiastischer Vorliebe für die Franzosen sich heimlich auchein großer Widerwille gegen sie durchzog und also für den Falleines Unglücks Stoff genug zu Besorgnissen darbot. Doch bil-dete die von den Franzosen in Mailand eingesetzte provisorischeRegierung nicht nur Nationalgarden, sondern auch ein 3 —4000Mann starkes Truppcnkorps, welches man vor der Hand nochnicht in die Linie einrücken lassen wollte, was aber immer alseine Provinzialbesatzung angesehen werden konnte.
Das französische Direktorium hatte ein großes inneres Be-dürfniß nach Frieden; dieses stieg mit der schlimmen Wendung,welche der Krieg in Deutschland für Frankreich nahm; esglaubte daher noch nicht an eine Republikauisirung der Lom-bardei denken zu können, theils um Oestreich dadurch nicht ganzvon dem Frieden zu entfernen, theils um für das linke Rhein-ufer, aus dessen Besitz das Direktorium vor allem einen großenWerth legte, Entschädigungen in Italien anbieten zu können.Es war daher sehr zaghaft, den Mailändern zu viel Hoff-nungen zu geben und ihnen ein zu starkes Norschreiten in ihrenEinrichtungen zu erlauben.
Eben so und noch behutsamer dachte das Direktorium überdie auf dem rechten Po-Ufer besetzten Provinzen des Papstes