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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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ehre Vortheil ziehen. Dieser Ausfall war eine Fanfaronade, dienicht anders als schlecht endigen konnte; viel gescheuter wäre esgewesen, gleich nach dem Seraglio hinauszugehen und sich dortauf eine verständige Art einzurichten.

Bonapartcs Betragen gegen diesen zweiten Angriff derOestreichs ist über alles Lob erhaben. Er wählt das Ent-scheidendste, weil er seiner Sache gewiß ist, und führt esmit einer Kraft und reißenden Schnelle aus, die ihresgleichennicht hat.

Erstes Vorrücken Alvinzis.

53. Lcige der französischen Armee.

Der Sieg von Bassano konnte die französisch-italiänischeArmee nicht zu einer Offensive in die östreichischen Staatenführen, weil Mantua jetzt mit 29,000 Mann besetzt war, wovonsich 15—16,000 vor der Hand noch im Seraglio außerhalb derFestung behaupteten. Diese Masse von Truppen einzuschließenoder zu beobachten, erforderte natürlich mehr Kräfte, als wenndie Garnison wie bisher nur ein Drittheil so stark war. Mitwie Wenigem würde Bonaparte im Stande gewesen sein, in denAlpen zu erscheinen! Auch lag, wie wir schon gesagt haben,in der strengen Blokade der jetzigen Garnison von Mantua einOperationsobjekt, welches vollkommen würdig war, die italiänischeArmee zu beschäftigen. Eine vollkommene Blokade mußte baldzum Fall der Festung führen, weil sie auf so viel Menschennicht versorgt worden war, und dann fiel nicht blos Mantua,sondern eine wahre östreichische Armee den Franzosen in die Hände.

Beide Betrachtungen mußten also schon jeden Gedanken einesAorschreitens über die Alpen entfernen. Aber es gab noch einedritte, nämlich die politischen Verhältnisse in Italien.

Dem Turiner Hof mißtrauten die Franzosen, weil sie sichNicht entschließen konnten, ihm von ihren Eroberungen in Italienein bedeutendes Stück anzubieten, um sein Offensivbündniß zugewinnen, und er sich unter ganz geringen Bedingungen und