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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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156
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Die Aufgabe Bonapartes bei einem neuen Angriff derOestreichs war diesmal offenbar eine etwas andere. Das ersteMal hatte er die Belagerung von Mantua preisgegeben, weiles unmöglich war, sie zu decken; das zweite Mal hatte er keinenwichtigen Grund, die Berührung der Oestreicher mit Mantuazu verhüten, denn es konnte davon nichts als eine Verstärkungder Garnison die Folge sein, was von keiner entscheidendenWichtigkeit schien. Diesmal aber war allerdings zu verhüten,daß Wurmser nicht aus Mantua befreit, und dadurch die Ver-einigung der 10- oder 12,000 Mann, die er vielleicht noch mitsich herausnehmen tonnte, mit einer bedeutenden östreichischenKolonne eine neue Armee gebildet werde. Es kam nicht blosdarauf an, den Feind zu schlagen, sondern auch ein bestimmtesObjekt zu decken.

54. Neuer AiigrisfSplcin der Oestreicher.

Nachdem die ziveite Unternehmung zur Befreiung vonMantua, wie die Oestreicher es nannten, gleichfalls mißlungen,und zwei Drittel der Armee Wurmsers vor der Hand von:Kriegsschauplatze fast verschwunden waren, machte die östreichischeRegierung die lebhaftesten Anstalten, der feindlichen Armee inItalien eine neue entgegenzustellen.

Die Kolonne, welche sich unter Quasdannowitsch nach derPiave und dem Jsonzo zurückgezogen hatte, betrug etwa6000 Mann. Die östreichische Regierung bot alles auf, um siedurch nenerrichtete Grenztruppen und durch einige noch iin In-nern Oestreichs stehende Bataillone schnell zu verstärken, und esgelang ihr damit so weit, daß sie durch sehr große Anstrengungenvier Wochen nach Wurmsers Niederlage d. h. in der zweitenHälfte des Oktober etwa 28,000 Mann an dem Jsonzo, Taglia-mento und der obern Piave bei Belluno aufstellen konnte. Auchdie unter Davidowitsch in Tirol stehenden Truppen wurdendurch eine bessere Sammlung der Kräfte, und weil der mitdeni Oktober anfangende Rückzug Moreaus das Korps beiVorarlberg disponibel machte, auf 20,000 Mann im Etschthalgebracht.