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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Es waren also gegen 50,000 Mann, die Bonaparte ent-gegengestellt werden konnten. Da die Sachen in Deutschlandeine vollkommen günstige Wendung nahmen, so konnte natürlichalles, was an Verstärkungen aufzubieten war, nur nach Italienzu richten sein; und da in Mantua eine ganze Armee zu be-freien war, so war freilich die dringendste Aufforderung zumAngriff vorhanden.

Die Oestreicher beschließen diesen, nach der Stellung ihrerjetzigen Streitkräfte, auf eine ziemlich natürliche Art in zweigetrennten Kolonnen. Feldzengmeister Alvinzi, der den Ober-befehl übernommen hat, soll mit den in Friaul stehenden28,000 Mann über Bassano gegen Verona vorrücken. Davido-witsch soll seinen Gegner im Etschthal angreifen, durch dasselbein die Ebene dringen und dann mit Alvinzi vereinigt oderwenigstens in Gemeinschaft mit ihm die französische Armee an-greifen.

Der Operationsplan, nach welchem beide Kolonnen handelnsollten, wird in der östreichischen Erzählung *) mit folgendenWorten näher angegeben: „daß der FeldmarschalllieutenantBaron Davidowitsch Trient und die Stellung bei Caliano er-obern und dann sich in der letzteren auf das Aeußerste haltenmüsse, um die rechte Flanke des Friauler Korps zu sichern undTirol gegen ferneres Eindringen der Franzosen zu decken. —Feldmarschalllieutenant Baron Quasdannowitsch solle über diePiave nach Bassano marschiren, sobald aber das Tiroler KorpsTrient genommen haben würde, über Vicenza gegen die Etschvorrücken und der französischen Armee bei Verona eine Schlachtliefern."

„Dem Feldmarschalllieutenant Davidowitsch wurde noch imAllgemeinen aufgetragen, jeden günstigen Umstand zu benutzen,um die Vereinigung des Tiroler und des Friauler Korps mög-lichst herbeizuführen. Entweder sollte er mit seinem linkenFlügel durch das Val Fredda oder auf einem andern taug-

") DaS Treffen a» der Brenta rc. 17!>8, in der östreichischen militärischenÜeitschrist, Jahrgang 1828. !1. Heft, Seite 222 re.