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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Stande brachte. Aenderten sich also die Umstände bis zumAugenblick, wo er Alvinzi auf dem linken Etschufer angreifenund festhalten konnte, merklich, so daß von einem solchen An-griff nichts mehr zu erwarten war, so konnte er immer umkehrenund ihn auf dem rechten Etschufer angreifen. Uebrigens erfor-derte die Ausführung seines Unternehmens, nämlich der Marschvon Verona nach Ronco, das Schlagen der Brücke und dasVorrücken gegen Caldiero etwa vierundzwanzig Stunden Zeit,und innerhalb dieser war bei der Behutsamkeit der Oestreichskeine merkliche Veränderung der Lage zu befürchten. Vauboisstand noch nnangegriffen bei Coronna und bei Rivoli. Es ge-hörten wenigstens zwei Tage dazu, ehe Davidowitsch diesenGeneral aus dieser Stellung vertreiben und bis znin Rückzugin die Gegend von Verona zwingen konnte. Verona selbst solltemit 1500 Mann unter Kilmaiue besetzt bleiben, in den Boua-parte ein großes Vertrauen setzte. So lange er mit der Armeebei Verona war, konnte von einem Angriff auf diesen Platznicht die Rede sein; marschirte er also mit Einbruch der Nachtab, so war noch vorauszusehen, daß im Laufe des folgendenTages dieser Ort noch nicht genommen werden konnte. Waralso diese Besatzung auch wirklich zu schwach, den Ort gegeneinen ernstlichen Angriff zu halten, so war sie doch gegen einenübereilten Anlauf stark genug, und Bonaparte rechnete vielmehrsehr darauf, daß die Oestreichs sich gerade in dem Augenblick,wo er sie von hinten packen wollte, ernstlich mit der Wegnahmevon Verona beschäftigen würden.

Die Gegend zwischen dem Alpon und der Etsch, Roncogegenüber, war eine große Niederung, durch welche nur Dämmeführten; das konnte Bonaparte unmöglich unbekannt sein, auchwar er selbst durch diese Gegend gezogen, als die DivisionMassena bei Ronco überging, um Wurinser den Weg vonLegnago nach Mantua abzuschneiden. Aber vorausgesetzt, daßman doch auf mehreren Dämmen durch diese Niederung kommenkönnte, und daß die Oestreichs diese Gegend nur mit schwache"Posten besetzt hielten, schien das eher ein Vortheil, als Nach'theil für Bonapartes Plan zu sein, da ihm dadurch, wenn er