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Massena eine wahre Niederlage erlitten, 7—800 Gefangene uni>sechs Geschütze verloren hatte.
Da der General Vaubois sich noch in seiner Stellung vonRivoli und der Coronna befand, und die letztere erst am 16.verloren ging, wovon Bonaparte noch keine Nachricht habenkonnte, so beschloß dieser noch einen neuen Angriff auf Alvinzizu versuchen. Waren die beiden vorhergehenden Tage nicht vondem gehofften Erfolge gewesen, so waren doch auch nicht geradePositive Nachtheile für Bonaparte daraus entsprungen. Dieverlorene Zeit hatte ihm noch keine Nachtheile gebracht, undder Verlust an Streitkräften war auf der Seite der Oestreichergrößer gewesen, als auf seiner Seite. Er glaubte, die Oest-reicher würden durch diese beiden blutigen Tage schon sehrmürbe geworden sein, und ein neuer Angriff, besonders mitetwas veränderten Anordnungen, würde höchst wahrscheinlichihren Rückzug zur Folge haben. Er hatte seinen Gegner, wieder Erfolg bewiesen, hierin allerdings richtig beurtheilt. Manfrägt sich nun: Wie kam Bonaparte zu dieser Vermuthung, daAlvinzi sich am 17. noch in derselben Vortheilhaften taktischenLage befand, als die beiden Tage vorher? Hierauf muß manfreilich antworten, daß gerade solche Dinge sich in der Ent-fernung von Zeit und Ort am wenigsten erkennen lassen. Hierkommt alles auf die kleinsten Züge und Farbentöne, mit einemWort auf die Anschauung an. Es ist der Blick des Fechtersnach dem Augenstern seines Gegners; welche Kritik kann darüberrichten?
Die Veränderungen in der Anordnung des Angriffs bestehenhauptsächlich darin, daß die Division Massena nicht wieder nachPorcil vordringen soll, sondern nur eine Halbbrigade derselben,so weit als nöthig ist, den Angriff zu sichern, welcher auf denlinken Flügel der östreichischen Armee gerichtet ist; daß dieübrigen Truppen Massenas gegen Arcole geführt werden sollen,die Division Augereau aber den Alpon zwischen Arcole undseinem Einfluß vermittelst einer Bockbrücke überschreiten; endlichdaß von der Garnison von Legnago mit zwei Bataillonen undvier Geschützen eine Diversion in der linken Flanke und imIV. 12