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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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hinutermuß, so wird ein Korps, dem die Chaussee im Thalegenommen ist, sehr leicht gezwungen werden können, die Waffenzu strecken. Wenn also die östreichische Kolonne unserm erstenGrundsatz gemäß so lange sie glücklich ist, mit großer Energiebis gegen Mantua vordringt, so ist dies mit der größten Gefahrverbunden.

Ferner sehen wir, daß auch der zweite Grundsatz nicht an-zuwenden ist, da der Uebergang über die Etsch nicht wohl an-ders, als oberhalb Legnago stattfinden kann und dies dem linkenFlügel der französischen Armee, wenn er sich bis Castelnuovooder Villa Franca zurückgezogen hat, so nahe ist, daß, wennder französische Feldherr mit seiner Hauptmacht dahin wendet,es sehr ungewiß bleibt, ob die auf Legnago vorgerückte KolonneZeit genug haben wird, die Etsch zu passiren, sich den Weg überalle die übrigen Flüsse nach Mantua hin zu bahnen und dieEinschließnngstruppen zu schlagen, ehe die feindliche Hauptmachtzurück sein kann.

Man könnte auf den Gedanken kommen, die Tiroler Ko-lonne nicht durch das Etschthal, sondern auf dem westlichenUser des Gardasces vorrücken zu lassen, aber wenn man nichtzugleich das Etschthal behaupten, also einen Theil der Streit-kräfte für den Angriff müßig lassen will, so ist der Rückzugeiner solchen Kolonne wieder sehr gefährdet, und dabei dieTrennung durch den Mincio allerdings auf eine nur den Ver-theidiger begünstigende Art gesteigert.

Diese Betrachtungen müssen von dem Gedanken eines Amgriffs in getrennten Kolonnen allerdings wieder zurück- und zuder möglichsten Vereinigung der Macht hinführen, und daS u»iso mehr, je mehr man auf den zweiten Theil der Aufgäbetauf einen entschiedenen Sieg Gewicht legt. Zieht man nunnoch die Eigenthümlichkeit beider Heere und Feldherren in Be-tracht, die große Gewandtheit und Entschlossenheit des franzö-sischen Feldherrn, die reißende Schnelligkeit in den Bewegungen,die unerhörte Ausdauer in den Anstrengungen seines Heeres,die Gewohnheit zu siegen, das Vertrauen zu sich und dem Glüekin beiden: so wird man um so mehr sagen müssen, daß d>e