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Hartes an der Etsch anwenden wollen, so finden wir, daß diebesonderen Umstände sich beiden entgegenstellen.
Erstlich ist das französische Kriegstheater von einer ganzungewöhnlichen Stärke. Es ist von der Basis des Angreifen-den, wenn wir von der an dem westlichen Ufer des Gardaseesliegenden Straße einstweilen abstrahiren, auf keine Weise um-faßt ; seine Ausdehnung von Peschiera über Verona bis Legnagobeträgt nur neun Meilen, ist also sehr gering. UnterhalbLegnago ist ein Angriff nicht mehr gut thunlich, weil er in dieSchwierigkeiten zahlloser Wasserlinien verwickelt und dabei denRückzug nach Friaul sehr preisgiebt. Auf dieser kurzen Fronteaber befinden sich die befestigten Plätze Verona und Legnago,die wenigstens nicht angegriffen werden können, so lange einfeindliches Korps hinter ihnen steht. Ein Theil der Zugänges»r Etsch, wie oberhalb des Alponeinslusses, sind durch Morästeuoch beschränkt; der Fluß selbst ist ohne Schiffbrücke nicht zuüberschreiten. Zwischen der Etsch und dem Miucio befinden sichuoch fünf oder sechs kleine Flüsse parallel mit beiden, wie derTartaro, die Tione, Molinella, die zum Theil sumpfige Ränderhaben und daher leicht vertheidigt werden können. Die Straße,welche aus Tirol die Etsch hinnntersteigt, wird auf der einenSeite durch die Chiusa, auf der andern durch die Stellung vonRivoli geschlossen; sind aber diese Punkte auch durch Uebermachtüberwunden, so bleibt sie immer ein Defilöe, welches, wenn derAngreifende es hinter sich gelassen hat, von Verona aus leichtgenommen werden kann, wodurch dann der Rückzug so gut wieganz verloren ist.
Wir sehen also, daß eine östreichische Kolonne, die dieStellung von Rivoli überwältigt hat, nicht gut weiter, als bisü> die Gegend von Castelnuovo vordringen kann, so lange siew Gefahr ist, auf einen überlegenen Feind zu stoßen; dennwird sie von diesem in ihrem weitem Vordringen gegen Mantuageschlagen, so wird er ihr auch von Verona aus das Etschthalschon genommen haben, und da man nun über den Monte Baldotheils mit Artillerie gar nicht fortkann, theils auch mit der In-fanterie auf einem Umwege doch wieder in das Etschthal
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