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dies alles offenbar Ursachen und Wirkungen defensiverNatur sind, die die Anfälle Bonapartes auf die feindlicheMitte in dieser Form und mit dieser Wirkung erst möglichmachten.
Eine andere Bemerkung betrifft die von Desenzano kom-mende Reserve des General Ney. Wir sind überhaupt derMeinung, daß in den neuern Defensivschlachten Reserven, diesehr weit zurückgestellt sind und sehr spät ins Gefecht gezogenwerden, so daß sie Korps gleichen, die erst gegen das Ende derSchlacht ankommen, oder auch solche Korps selbst von vorzüg-lich guter Wirkung sind. Je weiter die Reserven zurückgestelltsind, um so weniger können sie durch die umgehenden Kolonnendes Feindes mitumfaßt werden; es giebt aber sehr wenigeSchlachten, in welchen der Angriff sich aller Umgehungen ent-hielte; die den Vertheidiger umgehenden Kolonnen werden durcheinfaches Vorrücken solcher Reserven wieder umgangen. Fernerhaben unsere heutigen Schlachten selten eigentliche Krisen, oderwenn sie dergleichen haben, so treten sie immer erst ein, wennsich beide Kämpfende schon niedergerungen haben; die Folge ist,daß man eine Reserve oder ein ankommendes Korps immer nochzur Herstellung der Schlacht brauchen kann, so lange man dasSchlachtfeld nicht verlassen hat.
Beide Beziehungen, die wir hier hinsichtlich einer Reservebemerkt haben, zeigen sich an der, welche der General Neyheranführte. Er kam dem Obersten Lusignan, der Bonaparteumgangen hatte, selbst in den Rücken, und er kam, wie esscheint, eben an, als die Entscheidung gegen Lusignan gegebenwurde, d. h. Nachmittags, also sechs bis acht Stunden nachAnfang der Schlacht. Etwas Aehnliches bot die in der Schlachtvon Caldiero ankommende östreichische rechte Flügelkolonne dar,wie wir gesehen haben.
Ueber den strategischen Plan dieses vierten Angriffs habenwir weniger zu sagen, weil in der Entwickelung unserer Ansicht,die wir bei 60. bei Gelegenheit des dritten gegeben haben, dieKritik dieses Planes zum Theil schon enthalten ist.
Nach dieser Ansicht würden wir auch diesmal ein ver-