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großer Fehler zu betrachten. Die Kolonne des Generals Baya-litsch konnte keinen andern Zweck haben, als zn demonstriren;und dazu 5000 Mann zu verwenden, um etwa halb so vielfestzuhalten, ist gewiß eine sehr schlechte Oekonomie der Kräfte.
Uebrigens müssen wir uns hüten, die Dinge zu überschätzen.Die hier berührten strategischen Anordnungen der einen oder an-dern Art haben ihren Werth, aber sie sind es keineswegs allein,welche das Resultat der Sache feststellen; die Ausführung nimmtvielleicht die größere Hälfte des Erfolges in Anspruch, und ganzgewiß sind die in drei Tagen gemachten 20,000 Gefangenenmehr ein Ergebniß der Ausführung, als der Pläne.
67. Schluß des FeldzugeS. Mantua fällt. Der Papst wird zum Friedenvon Lolentino gezwungen.
Bald nach der Schlacht bei der Favorite hatte Bonapartedie Generale Victor und Lannes, zusammen 5000 Mann stark,gegen das Römische in Bewegung gesetzt. Victor traf den 2. Fe-bruar schon in Jmmola ein.
An diesem Tage, also etwa vierzehn Tage nach der Schlachtbei der Favorite, kapitulirte Wurmser in Mantua. Er erhieltals Zeichen persönlicher Achtung den freien Abzug für seine Per-son mit 500 Mann und sechs Geschützen; die Garnison mußtedas Gewehr strecken. Man schätzte sie noch 15,000 Mann und0000 betrug die Anzahl der in den Spitälern zurückgebliebenenKranken*). Es waren also von den 28,000 Mann, die derPlatz nach dem zweiten Einmarsch Wurmsers überhaupt in sichaufgenommen hatte, 7000 Gestorbene und Gebliebene.
Die Vertheidigung des Platzes überhaupt hatte acht Monate,die, welche die Garnison geleistet hatte, etwas über sechs Mo-nate gedauert.
Nun konnte sich Bonaparte der römischen Angelegenheitganz hingeben.
Ob er gleich nur wenige tausend Mann zu dieser Unter-nehmung bestimmte, so glaubte er doch in den Fall zu kommen,
') Nach dcm Bericht des Generals Scrrurier an Bonaparte voin 3. Fc'bruar. <7orrvsp. inLclils, Italis, t. 2, p. 471.