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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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bis Rom vordringen zu müssen; ja er spricht sogar in einemSchreiben vorn 1. Februar an das Direktorium von dem Pro-jekt, nicht blos Ferrara und die Romagna mit Moden« zurcispadanischen Republik zu vereinigen, sondern auch dieübrigen Besitzungen des Kirchenstaates an Spaniengegen Parma zu vertauschen, um dies zur Beschleui-gung des Friedens Oestreich anbieten zu können. Auchscheint das Direktorium in seiner Antwort vom 12. Februareinigermaßen darauf einzugehen. Es war also, als Bonapartedie Unternehmung gegen Rom anfing, seine Absicht sich dort ineine große politische Umwälzung einzulassen. Die Macht, welcheer dazu bestimmte, bestand aus 5000 Mann unter Victor undLannes, einer mobilen Kolonne unter Marmont, die auf Sienaging, also nicht von der italiänischen aktiven Armee gewesen zusein scheint, und die vermuthlich nicht über 1000 Mann betra-gen haben wird, und vielleicht einigen tausend Mann von derschon gebildeten cispadanischen Republik, das Ganze also etwa 8—9000 Mann, was die Geringschätzung beweist, die Bonapartenicht nur für die päpstlichen Truppen, sondern für die Römerüberhaupt hatte. Das Direktorium äußert darüber eine leiseBesorgniß. Wenn aber auch diese geringe Macht unter demSchutze neuer gegen die Oestreicher zu erringender Siege hin-reichend gewesen wäre. eine solche politische Umwälzung aufrechtzu erhalten, so waren doch die 6000 Mann, welche dadurch ab-sorbirt wurden, bei einem gegen das Herz des östreichischenStaates gerichteten Angriff nicht gut zu entbehren. Endlichwurde durch eine solche Umwälzung Italiens der Friede mitOestreich offenbar erschwert und entfernt. Es scheint uns daherdieser Umwälzungsplan nicht reiflich überlegt gewesen zu sein,und man kann dies um so eher behaupten, als Bonaparte selbst,wie es scheint, ganz ohne äußere Veranlassung Plötzlich diesenGedanken aufgegeben hat: denn zwischen seinem Schreiben andas Direktorium und dem Frieden von Tolcntino liegen nuretwa vierzehn Tage.

Bonaparte reiste in den letzten Tagen des Januar nachBologna ab.