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Hiennit stimmt nun der Hergang der Sache gar nicht, undes ist also höchst wahrscheinlich, daß in den Unternehmungendieser drei Kriegstheater keine vorherbedachte Einheit war, sonderndaß die drei Generale sie angefangen haben, sobald sie mit ihrenAnstalten fertig waren.
Bonaparte, dessen Verstärkungen Ende Februar anlangten,und welcher wußte, wie schwach sein Gegner um diese Zeit nochwar, wollte keine Zeit verlieren, sein Uebergewicht geltend zumachen. Er berechnete dabei, daß diejenigen östreichischen Ver-stärkungen, welche von der Rheinarmee an die italiänische abge-geben werden sollten, doch schon im Marsch sein würden, unddaß er es also am Ende mit nicht weniger Feinden zu thunhaben würde, wenn er auch wirklich den Aufbruch der französischenRheinarmee abwarten wollte; daß er dagegen im Anfange denunschätzbaren Vortheil habe, sich mit dein Erzherzog zu schlagen,ehe jene Verstärkungen angekommen waren, diesen Theil deröstreichischen Macht also zu neutralisiren. Denn jede Truppe,welche genöthigt ist, zu marschiren in dem Augenblick, wo dieEntscheidung gegeben wird, ist als neutralisirt zu betrachten. Sohoffte Bonaparte im ersten Augenblicke gleich wieder ein ent-schiedenes Uebergewicht zu gewinnen und wollte es dann seinemGlücke überlassen, zu welchem Ziel, zu welcher Art von Lösungder ganzen Frage ihn dasselbe führen könnte. Die Richtigkeitdieser Berechnung ist nicht zu leugnen, und von der Wahrheitderselben durchdrungen, hat Bonaparte vermuthlich nicht vielnach weiteren Instruktionen seiner Regierung gefragt, sondern sichselbst das Gesetz gegeben. — Die lange Reihe von Siegen hattedas Direktorium nicht blos geschmeidig, sondern fast unterwürfiggegen ihn gemacht, so daß ein Widerspruch nicht leicht zu er-