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warten war. Wir wollen die weitere Betrachtung dieses Gegen-standes für den Schluß aufbewahren.
Die angeführte Stelle spricht von einem Angriff, den Bo-naparte von Tirol aus machen soll, also nach Schwaben; indessenmüssen wir bemerken, daß ein früheres Schreiben auch der Be-setzung der Friauler Alpenpässe erwähnt, so wie der Theilungder Armee in zwei Korps, eins für Tirol und eins für Kärnthen.Nichts desto weniger scheint doch die Meinung des Direktoriumsgewesen zu sein, daß Bonaparte mit der Hauptmacht durch Tirolverbrechen sollte.
Bonaparte hingegen glaubte Mitte Februar noch an dieMöglichkeit, daß der Erzherzog mit einem Theil der Verstärkungenzu den Truppen in Tirol stoßen und von da gegen die EbeneItaliens vorbrechen würde. Seine Absicht war in diesem Falle,daß sich Jonbert zwischen Trient und Mori etwa zehn Tagehalten solle, damit er Zeit gewinne durch das Brentathal denOestreichern in die linke Flanke zu kommen, wie die von ihman Joubert gegebene Instruktion ausweist.
Nachdem aber die östreichischen Truppen stark nach Friaulgezogen waren, sah Bonaparte, daß er einen Anfall von Tirolher nicht mehr zu erwarten hatte. Gewohnt, immer den Schwer-punkt der feindlichen Macht zu treffen, und überzeugt, daß jedesVorschreiten auf der geraden Straße nach Wien entscheidendersein müsse, als eine durch Tirol gegen Schwaben gerichtete Un-ternehmung, scheint er nicht einen Augenblick zweifelhaft, daß ermit seiner Hauptmacht die des Erzherzogs in Friaul aufsuchen,sie schlagen und dann auf der Straße nach Wien so weit vor-dringen müsse, als die Umstände nur irgend gestatteten. Er wardabei gewiß nicht ohne die stolze Hoffnung, daß er, der erstealler französischen Feldherren, seine Fahnen unter den MauernWiens wehen lassen werde.
Unter diesen Umständen war Joubert den östreichischenTruppen in Tirol sehr überlegen, wenigstens im ersten Augenblick,ehe die Landesbewaffnung sich in voller Wirksamkeit zeigte. DieseUeberlegcnheit mußte benutzt werden, um die östreichischen Ge-nerale Kerpen und Laudon wo möglich bis an den Fuß des