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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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welche den Posten umgeben und einsetzn, und nach geringemWiderstände streckte der General Köblös die Waffen. Nun warBayalitsch vollkommen eingeschlossen. Auf der einen Seite desengen Thals, welches keinen andern Ausweg bot, kam ihmMassen« entgegen, aus der andern rückten Guyeux und Serruriernach, und so streckte denn auch dieser General am 23. mit3—4000 Mann, 25 Geschützen und 500 Wagen die Waffen.

Ueber den ferneren Fortgang der Operationen lassen unsdie Nachrichten wieder in Ungewißheit. Zu unserer Verwunde-rung erfahren wir, daß Bonaparte mit seinen drei DivisionenMassen«, Serrurier und Guyeux erst den 28. nach Villach kommt,wo er, wie es scheint, füglich den 25. hätte sein können. Da esdarauf ankam, den Erzherzog von Klagenfurt, also von der ge-raden Straße nach Wien abzudrängen, so schien hinreichendeUrsache zur Eile vorhanden. Zwar konnte der östreichische Feld-herr, der den 20. etwa aus Görz abmarschirt sein konnte, füglichden 25. über Laibach und Krainburg in Klagenfurt eintreffen,da der Weg nur vierundzwanzig Meilen beträgt; und so wäreBonaparte wegen des Aufenthalts, den die Eroberung vonGradiska, die Kapitulation von Köblös und Bayalitsch und dasschwierige Terrain vernrsachten, doch zu spät gekommen. Alleindies war nicht vorherzusehen; es wäre doch auch möglich ge-wesen, daß der Erzherzog einige Tage später in Klagenfurt ein-traf. Da nun Bonaparte füglich den 25. daselbst sein konnte,so war die Aussicht, seinen Gegner abzuschneiden, nicht so ent-fernt und schien wohl eines Versuches werth. Es ist also hierin der strategischen Logik eine Art von Lücke, die man sich nurnothdürftig dadurch erklären kann, daß die französischen Divisionenviele Trainsoldaten hatten, die sie erst sammeln wollten, unddaß die Verpflegungsanstaltcn Aufenthalt verursacht haben.

Ueber des Erzherzogs Marsch sind noch weniger Data vor-handen. Wir wissen nur, daß, als Bonaparte am 20. sich gegenKlagenfurt in Marsch seht, der Erzherzog die vom Rhein ge-kommene Division Mercantin daselbst zurückläßt und mit seinerübrigen Armee nach St. Veit geht. Man wird jetzt die Armeedes Erzherzogs etwa auf 30,(XX) Mann annehmen können.