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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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Den 30. geht Bonaparte, nachdem er Mercantin aus Kla-genfurt vertrieben hat, nach St. Veit. Er schickt ein kleinesKorps gegen Marburg das Drauthal hinunter, ein anderes unterZayontschek das Drauthal hinauf, um die Verbindung mitJoubert aufzusuchen. Dieser letztere wird von dem Tiroler Land-sturm nicht allein zurückgewiesen, sondern auch, wie es scheint,größtentheils aufgerieben.

Die Division Bernadotte hat Trieft mit der Reservekavallerieund einem Jnfanteriedetachement besetzt und ist auf dem Marschnach Krainburg.

Wir müssen uns, ehe wir den Schluß des Feldzugs er-zählen, nach Tirol wenden, um die dortigen Ereignisse kennenzu lernen und einen Ueberblick über die allgemeinen Verhältnissezu haben.

72. Jouberts Nnteriichmiinffcn in Tirol.

Während Bonaparte auf diese Weise die Kette der julischenAlpen überstiegen hatte, war Joubert bis an den Fuß desBrenner vorgedrungen.

Dieser General wartete den Uebergang Bonapartes überden Tagliamento ab, vermuthlich weil er nicht früher mit Sicher-heit erfuhr, daß sich die feindliche Hauptmacht in Frianl be-fände. Er griff hierauf den hinter dem Lavis in einer kordon-artigen Aufstellung stehenden General Kerpen mit vereinter Machtan, warf ihn mit Verlust von 1000 Mann und einigen Ge-schützen nach St. Michael und trieb ihn von da gegen Botzen.

Den 2l. März war Joubert mit allen drei Divisionen inNeumarkt. General Laudon, der im Thal der Nos gestandenhatte, rückte den 21. vor Neumarkt in der Absicht, es zu nehmen;da er aber zu viel Widerstand fand, so blieb er auf dem rechtenUfer der Etsch und zog sich ins Thal dieses Flusses gegenMeran zurück. Joubert rückte an diesem Tage in Botzen ein.

Da hier die Straße nach Jnsprnck ins Thal der Eisacktritt, Laudon aber sich in das der Etsch zurückgezogen hatte,und dort die Hauptmasse des Tiroler Landsturms war, so fingdie Lage Jouberts schon an bedenklich zu werden. Er entschloß