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4/3 (1889) Der Feldzug von 1796 in Italien : Hinterlassenes Werk / von Carl von Clausewitz
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aufbewahrt zur Rettung des Ganzen, so muß die französisch-italiänische Armee sogleich als unzureichend erscheinen, und siewürde, an und für sich betrachtet, schon durch das bloße Hin-halten der Entscheidung ihrem Untergänge entgegengehen. DieWahrscheinlichkeit des Erfolgs ist also gegen die Franzosen.Bleibt man aber nicht bei dieser einen Armee stehen, sonderndehnt den Gesichtskreis auch über die beiden andern am Rheinauftretenden Armeen aus, so zeigt sich dort ein so überlegenesMachtverhältniß der Franzosen, daß dadurch der Krieg vomRhein nach dem Innern von Oestreich versetzt werden muß, undnun wird die Unzulänglichkeit der italiänischen Armee durch dasUebergewicht der andern ausgeglichen. Nun ist eine Invasionvon allen drei Armeen bis ins Herz der östreichischen Monarchienickt mehr außer dem Verhältniß ihrer Stärke, und diese In-vasion ist nun die Gefahr, mit welcher Oestreich bedroht ist. —Wird diese Invasion von der östreichischen Regierung nicht schonan und für sich als ein Uebel angesehen, welches man durcheinen schleunigen Frieden abzuwenden suchen muß, so erscheintsie für die Franzosen nur als ein Mittel zu weiteren Zwecken.Denkt man sich nun als diesen weiteren Zweck das gänzlicheNiederwerfen des östreichischen Staates, d. h. die Fortsetzungder Invasion bis an die entgegengesetzte Grenze desselben, umdort die letzten Streitkräfte zu vernichten, so wird sich das Re-sultat, nämlich die Wahrscheinlichkeit des endlichen Erfolgs, aber-mals wenden. Nach allen unsern jetzigen Erfahrungen nämlichwürden, wenn die östreichischen Völker es nicht an Treue fürihr Regentenhaus fehlen ließen, die französischen Streitkräfte fürein solches Unternehmen unzureichend sein, und das Fortschreitender Invasion von selbst einen Umschwung herbeiführen. Be-schränkt man seinen Blick aber nicht blos auf diese Möglichkeit,sondern umfaßt man damit auch die andere, daß die Franzosenihre Invasion nicht bis zu den entgegengesetzten Grenzen fort-setzen, sondern auf einer gewissen Linie Halt machen, so ver-schwindet die Hoffnung auf einen von selbst eintretenden Um-schwung der Begebenheiten für die Oestreichs wieder, weil dieFranzosen Zeit haben, die fehlenden Kräfte herbeizuschaffen.