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Der Weltumsegler, Admiral v. Krusenstern.
kugel getroffen, das Leben, und Herr v. Essen, der im Jahre 1834als Gouverneur von Esthland starb, befehligte nun den Mstislaff; derRest des Sommers aber verging ohne Thaten, da die schwedischeFlotte sich mit der russischen, die nun aus mehr als fünfzig Segel,worunter 33 Linienschiffe, angewachsen war, nicht mehr zu messenwagte.
Um so reicher an Ereignissen war bekanntlich das folgende Jahr.Den Umstand benützend, daß die schwedische Küste früher vorn Eisebefreit ist als der finnische Meerbusen, erschien der Herzog von Süder-manland, an der Spitze der schwedischen Flotte zuerst in See, undsuchte die russische in ihren Hafen aus, um die Geschwader, die ge-theilt in Reval und Kronstadt überwintert hatten, vor ihrer Wieder-vereinigung vereinzelt anzugreifen — und so wurde Krusenstern Zeugeeiner der denkwürdigsten Seeschlachten. Zehn russische Linienschiffe,unter Tschitschagow aus der Rhede von Reval vor Anker, wurden von30 schwedischen angegriffen. Die Stellung der russischen Flotte warder der französischen bei Abukir ähnlich; ein Nelson hätte ihr gefähr-lich werden können; der Herzog von Südermanland aber war glück-licher Weise nicht ein Mann dem sein Geist neue und geniale Ma-noeuvre eingab. Die schwedische Flotte segelte in einer Colonne indie Bay von Reval hinein, und nahm ihre Richtung auf das äußersteSchiff des linken Flügels der russischen Linie — aber nicht um dann,wie Nelson bei Abukir, zwischen diesem Schiff und dem Ufer hindurchzu segeln, die feindliche Linie so zu umgehen und dann zu umfassen,und sie zu gleicher Zeit von beiden Seiten, in der Fronte und imRücken anzugreifen. Der schwedische Admiral war nur daraus be-dacht seine Schiffe in einer der russischen Stellung gleichlaufendenLinie zu ordnen, und versuchte auch das in der am wenigsten Erfolgversprechenden Weise. Das Schiff an der Spitze seiner Colonnesegelte bis auf etwa halbe Schußweite au die russische Linie heran,wendete dann links und lief die ganze Linie entlang um dem äußer-sten russischen Schiff zur Rechten gegenüber seine Stellung zu nehmenund dann den Kampf zu beginnen. Natürlich hatte es unterwegsdas Feuer der ganzen russischen Linie auszuhalten. Die folgendenSchiffe waren angewiesen dies Manoeuvre nachzumachen, und wenn sieauch, bestimmt eine der Mitte, endlich dem linken Flügel der Russennäher gelegene Stellung in der Linie einzunehmen, nicht die ganze