Der Weltumsegler, Admiral v. Krusenstern.
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Geist so Vieles umfaßte, scheint auch die Bedeutung wissenschaftlicherUnternehmungen, für die Bildung einer tüchtigen Seemacht wohl er-kannt zu haben. Schon, und zwar in den ersten Regierungsjahrender Kaiserin, war Tschitschagow zweimal nach dem hohen Norden ent-sendet worden, um durch das Eismeer, über Spitzbergen hinaus, womög-lich bis zur Behringsstraße vorzudringen. Wenn ähnliche Versuche nichtwiederholt wurden, so lag der Grund wohl darin, daß die russischeFlotte selbst sich solchen Unternehmungen nicht gewachsen glaubte, wieman denn auch die eben erwähnten Expeditionen — freilich mit Un-recht — für gänzlich verfehlt hielt. Lag doch die Zeit noch nicht fern,wo es unmöglich schien, ein Schiff im Laufe eines Sommers ausArchangelsk nach Kronstadt zu bringen. Jetzt endlich sollte der Be-fehlshaber des Mstislaff, Capitain Mulowsky (ein natürlicher Sohndes Grafen Zachar Czernyschew) an der Spitze einer Escadre vonfünf Schiffen, eine Weltumsegelung unternehmen, und zum ersten Maldie russische Flagge den entferntesten Küsten und Meeren zeigen. Dochnicht ihm, sondern dem jüngsten der Offiziere unter seinen Befehlen,war dieser Ruhm vorbehalten. Der Krieg, der ausbrach, verhindertedie Ausführung des für ihn entworfenen Plans.
Noch im Jahr 1788 nahm der Mstislaff einen sehr thätigen An-theil an der Schlacht bei Hochland, die zu keinem entscheidenden Er-gebniß führte, und kreuzte dann, bis spät in den October mit derübrigen Flotte vor Carlscrona, in der vergeblichen Hoffnung, dieschwedische Seemacht aus diesem Hasen, in den sie sich zurückgezogenhatte, zu neuem Kamps hervorzulocken. In Reval, wo die russischeFlotte überwinterte, verlor sie ihren Befehlshaber, den Admiral Greigh,der hier endete, und durch Tschitschagow ersetzt wurde. Unter denBefehlen dieses Letzteren ging sie darauf' im folgenden Jahr früh wie-der in See um sich mit einem Geschwader zu vereinigen, das ausArchangelsk kommend, den Winter über in Kopenhagen gelegen hatte.Vergebens wagte die schwedische Seemacht in den Gewässern vonOeland eine Schlacht, um diese Vereinigung zu verhindern, die un-gestört erfolgte, als König Gustav's Flotte nach dem Treffen wiederin dem Hafen von Carlscrona Schutz suchte. In diesem Gefecht ver-lor der Capitain Mulowsky, dessen ganzes Wesen, wie sich aus Tage-büchern und Briefen schließen läßt, anf den jungen Krusenstern denlebhaftesten Eindruck gemacht zu haben scheint, von einer Kanonen-