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Der Weltumsegler, Admiral v. Krusenstern.
stände, der, wie schon der Augenschein lehrte, vergeblich sein mußte,und zur Flucht, von der man aber auch keine Rettung hoffen konnte,da sich sehr bald ergab, daß das französische Schiff besser segelte alsdie englische Fregatte. Indessen, die Franzosen waren nicht daraufvorbereitet, die günstigen Umstände zu benützen, auch mochten sie eswohl bedenklich achten, in diesen Gewässern einen Kampf zu begin-nen; sie wendeten bald ihren Lauf der Küste Frankreichs zu. DieseScene, wohl geeignet einen lebhaften Eindruck zu machen, gehörte zudenen, deren sich Krusenstern selbst in später Zeit noch oft erinnerte.Als einen bezeichnenden Zug dürfen wir wohl hier im Vorbeigehenerwähnen, daß Krusenstern die verhältnißmäßig sehr bedeutendenPrisengelder, zu denen er berechtigt war, den Mannschaften der Schiffeschenkte aus denen er gedient hatte.
Schon mit dem Gedanken beschäftigt dem russischen Handel denWeg nach Ostindien zu eröffnen, trachtete Krusenstern zunächst nachden indischen Meeren zu gelangen, ein Streben, in dem er von denenglischen Behörden nicht gerade unterstützt wurde, so daß es imGegentheil mancherlei Schwierigkeiten zu besiegen gab. Mit zweienseiner russischen Gefährten Baskakow und Lissianskiy, aus dem eng-lischen Linienschiff Raisonnable nach dem Cap der guten Hoffnunggelangt, fand er hier eine nach Ostindien bestimmte Fregatte, wußtedie Erlaubniß des kommandirenden Admirals zur weiteren Reise ausdiesem Fahrzeug zu erlangen — und verdankte es dennoch nur einerseltsamen Fügung, daß er das Ziel seiner Wünsche erreichte! — JeneFregatte, Oiseau — eine ehemals französische, von den Engländernerobert — jetzt von einem Capitain Lindsay befehligt, war einigeZeit vorher aus ein Riff gerathen und wieder flott gemacht worden,aber in dem allerschlechtesten Zustand; so leck daß selbst im Hafen diePumpen Tag und Nacht arbeiten mußten, um sie über dem Wasserzu erhalten. Man glaubte allgemein, daß sie den Ort ihrer Bestim-mung, Cälcutta, nicht erreichen werde, und widerrieth den russischenOffizieren die gewagte Fahrt auf das dringendste. Wirklich ent-schlossen sich auch die drei Gefährten ihr Gepäck, das bereits an Bordder Fregatte war, wieder abzuholen, und ihren Wünschen, für jetztwenigstens zu entsagen. Baskakow und Lissianskiy thaten das auch,glücklicherweise an einem Tage, an welchem Krusenstern durch andereBeschäftigungen verhindert war sich ihnen anzuschließen. Als er am