Der Wellumsegler, Admiral v. Krusenstern.
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anderen Morgen in derselben Absicht aus das Schiff kam, wurde er,ehe er noch ein Wort sprechen konnte, von dem Capitain mit demZuruf: „Nun, es freut mich, daß Sie wenigstens sich nicht fürchtenmit mir nach Ostindien zu gehen," und mit einem Handschlag em-pfangen- Diese Anrede bewog Krusenstern zu bleiben. Die Fahrtnach Madras und von dort nach Caleutta gelang ohne Unfall, alsaber hier die Fregatte, behufs ihrer Ausbesserung aus die Seite ge-legt wurde, zeigte sich, daß ein großes Felsstück sich nahe am Kielin das Schiff eingedrückt hatte, und da in unsicherer Lage wunder-barer Weise festgehalten war. Ein Windstoß, ein starker Wellenschlag,und der losgerüttelte Stein stürzte in die Tiefen des Meeres. Danndrang, durch die gewaltige Oeffnung eine solche Wasfermaffe in dasSchiff, daß dies rettungslos in wenigen Minuten sinken mußte. Esschien unglaublich, daß ein Schiff in diesem Zustand den indischenOcean hatte durchschneiden können, und die ganze Bevölkerung vonCaleutta strömte in die Docks um das Wunder zu sehen.
Während diese Fregatte hier ausgebessert wurde, kreuzte Krnsen-stern auf einer anderen drei Monate lang in dem Bengalischen Meer-busen. Nach Caleutta zurückgekehrt, lernte er einen Liesländer, Na-mens Torkler kennen, der die Nordwestküste von Amerika aus eigenerAnschauung kannte, und im fortgesetzten Umgang mit ihm wurde eraufmerksam darauf, wie Vortheilhaft es für Rußland werden konnte,die Producte seiner Colonien unmittelbar nach Kanton zu verführen.Es erwachte der Wunsch in ihm nach China vorzudringen und diedortigen Verhältnisse näher kennen zu lernen; aber auch hier hatte erSchwierigkeiten zu besiegen, die um so größer schienen da die per-sönlichen Hülfsmittel, über die er gebot, beschränkt waren, und Ca-pitain Lindsay, ein harter Mann, für rücksichtslose Behandlung seinerOffiziere und unmenschliche Grausamkeit gegen die Untergebenen be-kannt, weit entfernt war, seinem Verlangen entgegen zu kommen.Zu Krusenstern's Glück wurde die Fregatte, aus der er nun wiederkreuzte, durch Unwetter bedeutend beschädigt, gezwungen in Poolo-Penang einzulaufen. Hier verließ Krusenstern den Capitain Lindsayund begab sich zunächst nach Malacca, von wo er, nach überstande-ner schwerer Krankheit, in der Freunde die er sich hier erwarb (Eng-länder) ihn treulich pflegten, auch sonst mit seltener Theilnahme vondiesen selben Freunden in seinen Plänen gefördert, aus einem kleinen