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Der Weltumsegler, Admiral v. Krusenster»,
Beziehung aus das Fest stattgefunden hatten, langte, von Niemandemgerufen oder erwartet, ein ehemaliger Matrose der Nadeshda, KlimGrigoriew, jetzt ein Greis mit weißen Haaren, in Petersburg an.Er hatte die weite Reise aus seiner Heimath her, die er mitten imWinter zurücklegen mußte, unternommen, nur, wie er auf Befragenerklärte, weil er nicht sterben wollte ohne seinen ehemaligen Capitainnoch einmal gesehen zu haben. Die Ordner des Festes hielten diesenalten Seemann heimlich zurück. Man wußte daß ein anderer jenerMatrosen, Taraß Gledianow, der mit seltener Treue sein ganzes Le-ben dem Dienst Krusenstern's gewidmet hatte, jetzt im PachtfreienBesitz eines kleinen Vorwerks bei seinem ehemaligen Befehlshaber aufdem Lande lebte; dieser wurde nun nach Petersburg entboten, undals die Kunde von der bevorstehenden Feier sich verbreitete, stelltesich noch ein dritter greiser Veteran aus den Tagen der Nadeshda.Diese drei begrüßten den Jubelgreis im Festsaal und neigten vor ihmdas schneeweiße Haupt und die Flagge die sie einst um die Welt ge-führt hatte. Es ist gewiß charakteristisch, daß von allen Auszeich-nungen, die dem Admiral Krnsenstern je zu Theil wurden, sicher keineihn mehr erfreut hat, als dies gewichtige Zeugniß, das ehemaligeUntergebene ihm so durch die einfachste That gaben. Noch währendseiner letzten Krankheit, kurze Zeit vor seinem Ende, sprach er denWunsch aus: wenn je einige Zeilen seinem Andenken gewidmet wür-den, möge Klim Grigoriew nicht vergessen werden.
Auch im Interesse der Wissenschaft rastlos thätig, durste Krnsen-stern während der Jahre des herannahenden Alters fast jeden durchGeist und Charakter ausgezeichneten Mann in Petersburg, unterFremden und Einheimischen seinen Freund nennen. So lag etwaswahrhaft Rührendes in der innigen Zuneigung, mit der FriedrichMaximilian Klinger, dieser strenge, catonisch gesinnte, oft gegen dasLeben und die Welt herb abgeschlossene Mann an Krnsenstern hing.Welche Achtung sein anspruchsloses Sein und Wirken dem Fremdeneinflößte, der ihn vorübergehend sah, darüber haben Selbstbiographieenund Reiseberichte bedeutender Männer der gebildeten Welt hinreichendeKunde gegeben.
Und doch war Krusenstern's Beförderung zu den höheren Rang-stufen im Dienst nicht ohne Anstoß erfolgt, nicht ohne daß hem-mende Elemente sich geltend machten. Er wurde vielfach beneidet