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Erster Band.
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Kriegsscenen a»S den Zeiten der Kaiserin Katherina II.

rück, um sich vor Allem die Autorität wieder zu verschaffen, die dazunöthig war, um mit Hülse des Bürger- und Bauernstandes des AdelsHerr zu werden.

Die finnländischen Landherren und Offiziere waren dem Königeam entschiedensten entgegen getreten. Dieselben Herren, GeneralArmfeldt, die Obersten Hästesko, Otter, Klingspor und Andere an derSpitze, versammelten sich nun (9. August) zu besonderer Berathung— und sendeten — wozu sie selbst h,urch ihre früheren Vorrechtekeineswegs berechtigt gewesen wären — einen Major Jägerhorn alsihren Gesandten nach Petersburg an die Kaiserin Katherina. DerBries, den dieser Gesandte zu überbringen hatte, besagte im Wesent-lichen, sie seien über die Grenze in das russische Finnland geführtworden, ohne zu wissen, in welcher Absicht; erst unter den Mauernvon Friedrichshamm sei ihnen, bei näherem Nachdenken, einleuchtendgeworden, daß dieses Unternehmen gegen die Rechte der Nation ver-stoße. Sie seien Soldaten, aber auch Bürger, und als solche ver-sicherten sie der Kaiserin, es sei der allgemeine Wunsch der gesummtenschwedischen Nation und besonders der Finnländer, daß der Friedezwischen Rußland und Schweden gewahrt bleibe, obgleich er durcheinige „unruhige Köpfe" gestört worden sei, die unter dem Vorwandedes gemeinen Besten selbstsüchtige Zwecke verfolgten. Das Schreibenschloß mit der Frage, ob die Kaiserin geneigt sei, des Friedens wegenmit den Reichsständen zu unterhandeln, wenn dieselben ordnungs-mäßig versammelt seien.

In diesen Worten verriethen sie den Plan des Adels, den Kriegin ganz anderer Weise zu benützen, als König Gustav beabsichtigthatte, und zwar als Veranlassung zu einer Revolution im Innern,um sich mit Rußlands Hülse der gesammten Regierungsgewalt zubemächtigen.

Jägerhorn wurde natürlich in Petersburg aus das freundlichsteaufgenommen und in jeder Weise ausgezeichnet. Als Antwort aufdie Erklärungen und Fragen der pflichtvergessenen Offiziere gab ihmKatherina bei seiner Abfertigung eine Erklärung an die finnländischeArmee mit, in der sie mit hinreichender Deutlichkeit aussprach, daßsie allerdings geneigt sei, eine Adels-Revolution in Schweden zuunterstützen, deren Ergebniß die vollständigste Ohnmacht, wie derKrone, so des Reiches sein mußte. Sie erklärte nämlich, daß sie