Band 
Erster Band.
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Das Ende des Kaisers Paul.

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längere Zeit beschäftigte, sich sür todt ausgeben zu lassen, heimlich zuden Kosacken am Ural hin zu entfliehen, und sich dort sür seinenunglücklichen Vater auszugeben. Der Erfolg, mit welchem Puga-tschew unter jenen Grenzkosacken die Rolle Peter's III. gespielt hatte,führte ihn aus diesen Gedanken; er selbst war dem wilden Reiter-volk unbekannt und hatte, wie er glaubte, sür seine Person nichtsvon ihm zu erwarten; unter dem Namen seines Vaters hoffte er esin Waffen um sich versammeln zu können. Paul sendete wirklichseine Vertrauten aus um die Wege und die Mittel zur Flucht zu er-kunden; aber er war nicht der Mann entschlossener That; es blieb beidem Plan.

Und nun erwachte dieser charakterschwache, verbitterte, verfolgte,durch Angst und Seelenpein bis hart an die Grenzen des Wahnsinnsgehetzte Mensch eines Morgens, da seine Mutter plötzlich gestorbenwar, unerwartet als Kaiser — als Gebieter des weitesten Reichs —im Besitz unumschränkter Herrschermacht!

Er gebrauchte sie als ein Thor. Dem wirklichen Leben über-haupt war er so gut wie fremd; von dem Leben eines Staats vollends,und seinen Bedingungen hatte er nicht den entferntesten Begriff; eineungeheuere Vorstellung von der Macht und Würde Rußlands, undvon seinen eigenen Herrscherrechten trat an die Stelle gesunder Ein-sicht. Angst vor den Ideen der Revolution hieß ihn diese Rechte mitder Leidenschaftlichkeit des Halbwahnsinns wahren — ein unheilbaresMißtrauen hatte sich tief in sein krankes Gemüth gesenkt; es konntebei der geringsten Veranlassung erwachen, und sich dann mit derWuth eines Haltungslosen Charakters in vollkommen regelloser Weisegegen seine Vertrauten wenden, so gut wie gegen Andere.

Seine Launen führten die Politik des Reichs in regellose Wegeund zerrütteten die Finanzen, da er in der Vermehrung des Papier-geldes eine Quelle unerschöpflicher Reichthümer zu besitzen glaubte;das Heer wurde dadurch beleidigt, daß Alles und Jedes in sklavischerNachahmung auf preußischen Fuß eingerichtet werden sollte, und fügtesich, nach dem sehr lässigen Wesen, das unter der Kaiserin Katherinageherrscht hatte, nur mit Mühe in die maßlose Peinlichkeit des Ka-maschendienstes, die jetzt eingeführt wurde. Doch hätten diese großenund ernsten Uebelstände wohl schwerlich den jähen Sturz des Kaisersherbeigeführt, wenn nicht die rohen Ausbrüche zügelloser Willkür ge-