Das Ende des Kaisers Panl.
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durch die halbgeöffnete Thür hereinrief, daß Alles vorüber sei —wobei er mit der Hand eine Bewegung an der Seite des Halses hin-auf machte. Diebitsch sagte darauf dem Prinzen, nun könne er zuBett gehen.
Alles war vorüber; der Kaiser Paul, der am Morgen das Schick-sal Europa's zu entscheiden wähnte, hatte am Abend nicht Einen Ge-treuen gesunden, der sein Leben gegen Mörderhand schützte.
General Talisin, der in der Nähe des Sommergartens und desMichailowschen Palastes wohnte, hatte an diesem Abend die Ver-schworenen in großer Anzahl an seiner Abendtasel versammelt — dochfehlten gerade die beiden Stifter des Bundes; der Admiral Ribaswar vor der Ausführung gestorben, Graf Panin befand sich zur Zeitin Moskau und verdankt es diesem Umstand, daß er nirgends unterden Verschworenen genannt wird. Dagegen waren sehr viel jungeOffiziere geladen; namentlich solche, die kürzlich wegen geringer Ver-sehen harte und beleidigende Strafen erfahren hatten, und. daruntermanche, die bis zu dem Augenblick von den Anschlägen gegen denKaiser nichts gewußt hatten. Pahlen und Bennigsen beflissen sichmit Berechnung der strengsteü Mäßigkeit: den jungen Herren wurdeder Wein überreichlich eingeschenkt.
Der Senator Geheimrath Trüschinsky entwarf ein Manifest, inwelchem gesagt wurde, der Kaiser habe Krankheits halber den Groß-fürsten Alexander zum Mitregenten angenommen. Daß Paul nurdurch Gewalt dahin gebracht werden konnte, ein solches Aktenstück zuunterschreiben, verstand sich von selbst; er sollte also gezwungen undzu diesem Ende nöthigensalls auf die Festung nach Schlüffelburg ge-bracht werden. Ein Theil der Soldaten vom Semenow'schen Regi-ment, über die man verfügen konnte, hatte sich inzwischen in Tali-sin's Haus eingesuuden; ein anderer war angewiesen, sich an be-stimmter Stelle in der Newskischen Perspektive zu versammeln. Pla-ton Subow und Bennigsen übernahmen es, „die Angelegenheit mitdem Kaiser persönlich abzumachen." Gras Pahlen und der GeneralUwarow übernahmen es, an der Spitze jener in der Perspektive ver-sammelten Soldaten für die Sicherheit der Verschworenen nach Außenzu sorgen. Noch im letzten Augenblick fragte ein von Wein erhitzterjunger Mann, was denn geschehen solle, wenn der Kaiser sich thät-lich zur Wehr setze? — Pahlen antwortete mit dem bekannten trivialen