Die Befreiungskriege 1812—14.
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und den Verlust des linken Rheinufers verschuldet hat. Gar vieleFabeln, von Leuten wie Bignon, Fain, Vaudoncourt, Pelet, oder demfchriftstellernden St. Helena in Umlauf gefetzt, werden bekämpft; sieg-reich natürlich, denn keinem Anderen standen die echten Quellen derGeschichte jener Zeit, die Acten, namentlich soweit die Archive Frank-reichs sie bergen, in solchem Umfang zu Gebot, als dem MinisterThiers, sobald er sie redlich nützen wollte. So ist denn durch seinWerk der Inhalt gar manches wichtigen Actenstückes bekannt, undmehr als ein Punkt, was Napoleon's Absichten und Motive anbetrifft,glücklich aufgeklärt worden.
Nur darf man daraus nicht folgern, daß es nun dem beseitigtenStaatsmann auch in anderen Beziehungen strenger redlicher Ernstsein könnte um die Wahrheit, und daß man sich fortan auf feinerhetorisirende Darstellung verlassen dürfe. Abgesehen von dem, wasNapoleon's Person betrifft, bleibt diese durchaus in dem alten Ge-leise und geht aus die Wahrheit nur ein, sofern das zweckmäßig scheint.Weder ein Cato noch ein Tacitus ist Thiers geworden; er verschließtsorgfältig die Augen gegen Alles, was die französische National-Eitel-keit verletzen könnte, und geht der Wahrheit sorgfältig aus dem Wege,sobald ihr Dienst ihn in den Ruf bringen könnte, kein guter Franzosezu sein, woraus man es allerdings in Frankreich wagen muß. Ver-gebens würde mau in seinen Berichten auch nur Ein Wort über dieRohheit und bodenlose Korruption der französischen Kaiserzeit suchen;über das Diebs- und Gaunerwesen, das französische Beamte undArmeen überall wohin sie kamen mit nie übertroffener Virtuositätbetrieben, über den Haß, den die französische Nation, nicht bloß ihrOberhaupt, durch Uebermuth und rohen Mißbrauch der Uebermachtsich zuzog. Gewisse Lieblingshelden des französischen Publikums, wiez. B. Ney, erscheinen auch hier wieder sorgfältig in der herkömmlichenWeise idealisirt, und am allerwenigsten darf man bei Thiers Wahr-haftigkeit in Beziehung auf die Zahlenverhältnisse erwarten, die nie-mand besser kennen konnte als eben er. Was er auch im Stillenmit Bestimmtheit wissen mag, wir sehen ihn stets beflissen, einGestündniß, daß Franzosen je anders als durch eine ganz un-verhältnißmäßige Ueberlegenheit besiegt sein konnten, um jeden Preiszu umgehen.
Seine Beschreibungen der Schlachten bei Groß-Beeren, an der