Band 
Erster Band.
Seite
240
JPEG-Download
 

240 Der Feldzug 1812 in Rußland noch einmal.

seiner Kritik ausführlicher und sorgfältiger begründet wiederholte.Gewiß wird Niemand auf die Vermuthung verfallen, daß Herrv. Smitt etwa diese Skizze der Literatur aus meinem Aufsatz ent-lehnt haben könnte; — auch könnte eine solche Vermuthung nur einLächeln hervorrufen; — die ganze literarische Laufbahn des Herrnv. Smitt — der Standpunkt, zu dem er sich im Allgemeinen erhobenhat, und von dem aus er seinen Gegenstand beherrscht, bürgen dafür,daß diese Bemerkungen durchaus sein wohlerworbenes geistiges Eigen-thum sind. Das Zusammentreffen unserer Ansichten ist ein zufälliges,zu dem ich mir hier wie anderwärts Glück zu wünschen habe. —Manches andere dagegen habe ich allerdings in dem hier mitgetheil-ten Auszug ungern vermißt; namentlich wäre es mir lieb gewesen,wenn Herr v. Smitt, was ich über den russischen Operationsplanund über die Schlacht bei Borodinü gesagt hatte, vollständiger wie-dergegeben hätte, denn mir scheint fast, als sei an manchen Stellendes Auszugs kein rechter Zusammenhang mehr zu erkennen. Dochdarf ich darüber, streng genommen, ein Urtheil nicht beanspruchen.Jedenfalls aber muß ich beklagen, daß die Abschrift, nach welcherHerr v. Smitt seinen Auszug gearbeitet hat, nicht frei von Fehlerngewesen zu sein scheint. So hatte ich mich bemüht aus dem Zu-stand, in welchem die Armeen Barclay's und Bagration's sich beiSmolensk befanden, darzuthun, daß sie bei der Eröffnung des Feld-zugs nicht so stark gewesen sein können, als Buturlin und Dani-lewsky vorgeben. Die Heertheile, die sich hier vereinigten, hättennach den Angaben der genannten Schriftsteller zu Anfang des Feld-zugs, am 24. Juui, eine Heeresmacht von 173,300 Mann gebildet— und zählten doch arp 16. August unter den Mauern von Smo-lensk nur 120,000 Mann in Reihe und Glied; abgesehen von demVerlust in den Gefechten, der aus etwa 7000 Mann berechnet wer-den kann, hätte demnach die russische Armee in dieser kurzen Zeit —was wohl nicht denkbar ist — nicht weniger als 46,000 Mann an-derweitig — durch Krankheiten, Desertion u. s. w. verloren; „also"läßt mich Herr v. Smitt sagen „6 Mann aus 1000, fast eben soviel wie die französische Armee, die 8 Mann auf 1000 verlor". —Eine hinzugefügte Bemerkung besagt: „Hier scheint ein bedeutenderIrrthum: 6 Mann von 1000 oder 8 von 1000 wären sehr geringeVerluste" — die Gesammtzahl des angeblichen Verlustes betrage '/§