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Zweiter Band.
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zur Revolution und zur Fusion. (1856.)

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Das nahmen die Notablen außerordentlich übel! sämmtliche Bu-reaux erklärten noch an demselben Tage mit etwas leidenschaftlicherBestimmtheit, nicht etwa blos die Form: die Sache selbst sei es, dieman verwerflich finde; die neuen Einrichtungen seien es, von denenman nichts wissen wolle. Die Provinzialversammlungen wurden nunin den bestimmtesten Ausdrücken verworfen, und die unbequeme oulivsutiou tsrritorialtz mit fast noch größerer Entschiedenheit. Die be-antragte Veräußerung einzelner Kirchengüter wurde als ein Raub andem Eigenthum der Kirche bezeichnet.

Calonne hatte zugleich einen Widerspruch von anderer Seite herziemlich muthwilliger Weise heraufbeschworen. Er hatte nämlich inder Eröffnungsrede mit dreister Stirne gesagt: der Ausfall im Staats-haushalt rühre schon aus Necker's Verwaltnngszeit her. Diese Be-hauptung war an sich nicht unwahr; sie wurde es aber dadurch, daßer glauben machen wollte, der Ausfall sei die Zeit her nicht größer,die Verwirrung nicht unheilvoller, die Lage nicht schlimmer geworden.

Der eitle Genfer Wechsler konnte natürlich nicht ertragen, daßdie Glorie, die um seinen Scheitel schwebte, ihm aus diese Weisestreitig gemacht werde: er trat öffentlich mit der entgegengesetzten Be-hauptung auf, es habe zu feiner Zeit durchaus gar kein Ausfall sichergeben, und da Unklarheit und Marktschreiern sein System einiger-maaßen umwölkten, hätte er nöthigensalls sogar noch mehr als dasbeweisen können.

Sein Kunststück bestand nämlich darin, daß er die Ausgabendes Staats streng in gewöhnliche und außergewöhnliche theilte unddie Lehre hinzufügte: nur die ersteren müßten nothwendig durch dieregelmäßigen Einnahmen des Staats bestricken werden; die letzterenfeien durch den „Credit" zu decken. So lange die Einnahmen hin-reichen, jene erstere Classe von Ausgaben zu bestreiken, so lange nochetwas übrig bleibt, womit man die Zinsen neuer Anleihen bezahlenkann, ist kein Ausfall anzuerkennen, man darf sich vielmehr „uner-schöpfliche Hülfsquellen" zuschreiben. Daß der ziemlich unbestimmteBegriff: außerordentliche Ausgaben, im Nothsall willkürlich erweitertwerden kann, sieht wohl ein jeder. Wie leicht lassen sich z. B. alleöffentlichen Bauten hierher rechnen; denn wenn auch jede Regierung,die dem Zweck ihres Daseins irgend genügen will, jährlich bedeutenden^ Aufwand für dergleichen machen muß, kommt doch jeder einzelne Bau