zur Revolution und zur Fusion. (1856.)
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Damen, Geistliche und Kämmerlinge emsig an einem verwickeltenNetz elender kleiner Intriguen gegen den Minister, deren vielfach insich selbst verschlungene Geschichten Hunderte von Bänden der Denk-würdigkeiten aus jener Zeit füllen. Die Sache wurde ziemlich sobetrieben, wie der erste beste verwickelte und leidenschaftliche Vorzimmer-nnd Boudoir-Zwist um irgend welche Salon-Nichtigkeiten — von demErnst, der ernsten Dingen ziemt, sehen wir nirgends eine Spur! —Lomenie de Brienne, Erzbischos von Toulouse, nachher von Sens,der nach der bedenklichen Ehre strebte, in einer schwierigen Zeit derleitende Minister eines Königs zu werden, den Charakterschwächeunfähig machte, und einer Königin, die das Reich im Sinn weib-licher Capricen regieren wollte —: der zeigte sich auch ausnehmendthätig in diesen Dingen.
Da Calonne den Boden unter seinen Füßen wanken fühlte, ließer plötzlich alle Vorschläge drucken, die den Notablen unterlegt wordenwaren. Er wollte nun dem ganzen Lande zeigen, was die Regierungbeabsichtigt habe, und wer sie lähme, wer alle Reformen unmöglichmache. Wahrscheinlich hoffte er sich auf die öffentliche Meinungstützen, durch ihre Macht sich behaupten zu können, und sorgte darumauf jede Weise dafür, daß jene Vorschläge allgemein bekannt würden.Die Entwürfe zu den beabsichtigten Verordnungen wurden selbst allenPfarrern des Königreichs von Amtswegen zugesendet und eine An-merkung sagte ausdrücklich, daß lediglich die Weigerung der NotablenSchuld sei, wenn die Mißbräuche nicht abgestellt, die Zustände derärmeren Klassen nicht erleichtert würden.
Dies Beginnen gelang dem Minister gar übel; er war im Landezu sehr gehaßt und verrufen, als daß er in der öffentlichen Meinungeine Stütze hätte finden können. Adel und Geistlichkeit waren empört.Wie konnte man sie in diesem Grade bloßstellen und vor die Oeffent-lichkeit bringen, was doch nur die höheren Stände etwas anging!Das war ZoKerets", das war Zneonckuita", — so nennt es derSchweizer von Cythere, der getreue Anhänger der Königin, GeneralBezenval (eigentlich Herr von Bösenwald, Soloturner Patricier) —das schickte sich ganz und gar nicht.
Die Notablen vertagten ihre Arbeiten, führten Beschwerde beidem Könige und verlangten die Erlaubniß nun auch, zu ihrer Recht-fertigung die Protocolle ihrer Arbeiten drucken zu lassen. Zn denen