zur Revolution und zur Fusion. (1856.)
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in Bereitschaft stand, znm Zweikampf. Man warf diesen Offizierenvor, sie hätten sich zn niedrigen Schergen der Regierung hergegeben.Sie waren nämlich der Provinz fremd. Die in der Bretagne ein-heimischen Regimenter, deren Offiziere dem Adel der Provinz ange-hörten, verweigerten ziemlich unverhohlen den Dienst gegen ihreLandslente und Standesgenossen. Man sah sich sogar genöthigt, diesämmtlichen Offiziere des Regiments Bassigny zn verabschieden, jadies Regiment ganz aufzulösen. Dadurch, daß die Regierung Regi-menter aus anderen Provinzen in die Gegend von Nantes und Renneszog, zeigte .sich die Absicht, nöthigensalls Gewalt zn brauchen; undsie verrieth von Neuem das Bewußtsein ihrer Ohnmacht, indem siees doch nicht wagte.
Der Adel ermangelte dann auch nicht, zwölf seiner angesehenstenMitglieder als Abgeordnete an den Hof zu senden, um dort gegendie Aufhebung des Parlaments, als gegen eine Verletzung der ver-bürgten und verbrieften Verfassung des Landes, entschieden zu Pro-testiren. Der Hof wollte Entschlossenheit zeigen; die zwölf Herrenwurden in die Bastille geschickt, und wie man sich an Höfen nur zuhäufig darin gefällt, Erscheinungen die den Charakter einer gewissenAllgemeinheit, einer naturwüchsigen Entstehung an der Stirne tragen,als besonderes Ergebniß irgend einer vornehmen oder geringen Winkel-intrigue zu betrachten, gefiel man sich auch diesmal darin anzunehmen,die ganze Bewegung sei von den wenigen am Hofe lebenden Bre-tagner Herren angestiftet, weil diese allerdings eines Sinnes mitihren Landes- und Standesgenossen waren. Der Herzog von Rohan-Chabot, der Marquis von Boisgelin, die Herzogin von Choisenl-Praslin wurden sehr ungnädig deshalb angesehen und verloren Hof-ämter und Jahrgehalte. Auch Lasayette, der in Auvergne einheimisch,sich etwas unberufen der Sache annahm, bloß weil er von seinerMutter Güter in der Bretagne geerbt hatte, verlor das Kommandozn Cherbonrg, das man ihm kurz zuvor gegeben hatte.
Der bretonische Adel aber, als er erfuhr, wie es seiner Abord-nung ergangen war, sendete eine zweite von fünfzig bedeutendenLandherren nach, beauftragt dieselben Worte zu sprechen, dieselbenKlagen, Verwahrungen und leidenschaftlichen, herb ausgedrücktenProteste an den König zu bringen. Diese zweite Gesandtschaft fandin Paris bereits ein anderes System herrschend. Die Regierung,