und im Sinn der gemüßigtcn Parteien, (1858,)
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diese haarsträubenden Vorstellungen nicht all' zu sehr erschrecken. Nur,da das Geständniß nebenher geht, daß die Herren den Fürsten derFinsterniß nicht bloß in ihren Feinden zu bekämpfen haben, sondern,gleich anderen, gewöhnlicheren Sterblichen, täglich und stündlich auchin sich selbst, wollen wir ihnen von ganzem Herzen Glück und Siegwünschen in diesem Kampf mit sich selbst. Sie werden ohne Zweifelsehr viele ihrer Forderungen fallen lassen, sobald es ihnen gelungenist, den Teufel des Hochmuths und der Selbstsucht in sich selbst voll-ständig zu besiegen.
Die gemäßigte Partei hat in diesem Kampf, den extremen Par-teien gegenüber, das voraus, daß sie mit einem wirklichen Programmvor die Wähler treten kann. Sie sagt was sie wirklich meint —und meint wirklich das, was sie sagt. Sie kann frei und offen aus-sprechen, was sie wirklich erstrebt und will; sie ist nicht genöthigt,sich im unbestimmt Allgemeinen zu halten; sie braucht nichts zu ver-schweigen , nichts in mystisches Dunkel und geheimnißvoll vieldeutigePhrasen zu verhüllen.
Die extremen Parteien sind nicht in demselben Fall. Wasschreiben die Demokraten neben der nicht weiter erörterten „Verfassung"i aus ihre Fahnen? — Geheime Abstimmung bei den Wahlen — Frei-^ heit der Presse — Vereinsrecht! — Weiter nichts bis jetzt.
! Die Partei der strengen Rechten hält sich wenigstens für's Erste; noch weit mehr im Unbestimmten. Um einigermaßen consequent zubleiben, darf sie natürlich auch in ihrem neuesten Zeitungs-Artikelnicht ganz verschweigen, daß ihr die Artikel 4 und 12 der Ver-sassungs-Urknnde, die „Alle Preußen vor dem Gesetz gleich" — und„den Genuß der bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte" für„unabhängig von dem religiösen Bekenntniß" erklären, sehr unan-' genehm sind. Die Entscheidung, ob dem Staat und der Nationj ein neues Wahlgesetz nach „ständischer Gliederung" nicht heilsamers wäre als das gegenwärtige, soll einer künftigen Zeit vorbehaltens bleiben.
i Deutlicher ließ sich allerdings für jetzt darüber nicht sprechen.
' In dem Augenblick, wo man von ihnen gewählt sein will, kann manden jetzigen Wählern doch nicht gut sagen, daß es daraus abgesehenist, ihrem Wahlrecht so bald als möglich ein Ende zu machen. Imübrigen ist es ein sehr öffentliches Geheimniß, daß im vergangenen