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Zweiter Band.
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Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien, (1859,)

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in Oesterreich nicht bloß mit einer Regierung zu thun hatte, sondernmit dem mächtigen Einfluß eines ultramontanen Klerus, dessen Inter-essen kosmopolitische sind, der kein Vaterland hat als die Kirche, demjeder einzelne Staat nur Werkzeug ist für seine höheren Zwecke, unddessen unübertreffliche Zähigkeit die Welt kennt, so durfte man wohlkeinen Erfolg hoffen, wenn man nicht darauf gefaßt war, sich imNothsall drohend auch gegen Oesterreich zu wenden, — und wiehätte Preußen das wollen können!

Indessen, wie schwierig die Sache auch sein mochte: Englandund Preußen gingen mit dem redlichsten Eifer an das Werk. Manglaubte viel gewonnen zu haben, als man zu Paris die Zustimmungder französischen Regierung zu vier Punkten erlangt hatte, die derFriedensvermittelung zur Grundlage dienen sollten. Freudig eilte derenglische Botschafter, Lord Cowley, damit nach Wien: aber die Art,wie man ihn hier empfing, die bekannten Worte, in denen ihm vor-gehalten wurde, daß „Oesterreich keine Vermittler brauche, sondernVerbündete", bewiesen gleich bei dem allerersten Schritt, daß inWahrheit gar nichts gewonnen sei.

Die österreichische Regierung ließ zwar am Ende sich bewegen,die vier Punkte auch ihrerseits anzunehmen, aber die Bedingungen,unter welchen die Zustimmung des Kaiserhofes erlangt wurde, derCvmmmtar, vermöge dessen Gras Bnol diese Punkte in seinem Sinnerläuterte und erweiterte, in Wahrheit theils aufhob, theils geradezuumkehrte, mußten auch jetzt wieder jeden Unbefangenen überzeugen,daß diese Unterhandlungen von Anfang an vollkommen hoff-nungslos waren.

Die vier Punkte sowohl als der österreichische Commentar dazusind allgemein bekannt, sie sind in unzähligen Tagblättern undSchriften aller Art abgedruckt worden; dennoch müssen wir sie auchhier wieder dem Leser in das Gedächtniß rufen, um ihren innigenZusammenhang mit tiefer liegenden Plänen nachzuweisen, die nichtso allgemein bekannt, oder öffentlich besprochen worden sind. Wirlassen hier demnach die vier Punkte folgen:

1. Mittel, die Aufrechterhaltung des Friedens zwischen Oester-reich und Sardinien zu sichern.

2. Räumung der römischen Staaten von den fremden Oceupa-tionstmppen und Erwägung der Reformen in den italienischen Staaten.

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