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Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien, (1859.)
und zählen jetzt — wenn auch immer noch verhältnißmäßig wenigerals jede andere Artillerie — 4 Ofsiciere, eine jede, zu ihren 8 StückenGeschütz.
Andere Einrichtungen scheint man bewährt zu glauben, und hatsie beibehalten; vielleicht nicht immer mit Recht, und was die Ver-vollkommnung des Materials anbelangt, scheint die österreichische Ar-tillerie in der That gegen andere etwas zurückgeblieben zu sein. Aufeinen Zweig derselben ist freilich feit langen Zähren eine ganz be-sondere Sorgfalt verwendet worden, nämlich auf die Raketeu-Batterien,und wir glauben, daß man in der Behandlung dieser Projectile inOesterreich wirklich weiter gekommen ist, als irgend sonst wo —weiter namentlich als in England, von Rußland nicht zu reden, wounendliche Versuche unter der Leitung sehr incompetcnter Artillerie-generale eigentlich zu gar nichts geführt haben. Trotzdem sind dieWirkungen auch der österreichischen Raketeu-Batterien nie von derArt gewesen, daß sie bei den Gegnern des Kaiserstaats auf demSchlachtfelde ein besonderes Verlangen hervorgerufen hätten, sich dieseWaffe anzueignen. —
Müssen wir nun aber auch im Ganzen der französischen Armeeeine gewisse Ueberlegenheit der österreichischen gegenüber einräumen,so ging dieses Uebergewicht doch keineswegs so weit, daß es nichtdurch eine Ueberlegenheit der höheren Führung auf Seiten derOesterreicher ausgewogen und überwogen werden konnte. Nur daraufdurste man nicht rechnen, daß umgekehrt eine überlegene Tüchtigkeitder Truppen ausgleichen und gutmachen konnte, was etwa eine mangel-hafte höhere Führung versah; — dergleichen war eher auf Seitender Franzosen zu erwarten.
Und in dieser Beziehung nun war es für Jeden, der die Ver-hältnisse näher kannte, bedenklich, es war für das große Publieum inganz Europa ein Gegenstand der Verwunderung, daß nicht derGeneral an der Spitze des österreichischen Heeres stand, der schonzehn Jahre früher aus demselben Kriegsschauplatz Proben seinerTüchtigkeit abgelegt hatte und für den eigentlichen Helden namentlichdes Feldzugs von 1849 gehalten wurde, der zudem das Vertrauender Armee besaß wie kein anderer.
Es mögen mancherlei, vielleicht sogar einander entgegengesetzteMotive dahin gewirkt haben, daß der Feldzeugmeister Heß das