Band 
Zweiter Band.
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ZZ4 Frankreich, Oesterreich und der Krieg in Italien, (1859,)

schaaren von jeder Gefahr. Die unglücklichen Gefechte der Oester-reichs bei Varese und Como nahmen sich um so seltsamer aus, dadie Anhänger Oesterreichs, und selbst österreichische Diplomaten, inden Salons aller deutschen Hauptstädte mit einer gewissen Bestimmt-heit ankündigten, man werde den „Räuberhäuptling Garibaldi"demnächst hängen lassen! — Sobald man ihn habe!

In den letzten Tagen des Mai erfolgte dann der Links-Abmarschder Verbündeten. Zuerst folgten noch drei sardinische Divisionen derDivision Cialdini bei Vercelli über die Sesia und suchten (30. Mai)gegen Robbio und Mortara vorzudringen. Sie stießen bei Pa-lestro und Vinzaglio aus den rechten Flügel des Heertheils unterZobel, der die Sesia beobachtete; es kam an diesem und dem fol-genden Tage zu heftigen Gefechten bei genannten Orten. Diesewurden zuerst von den Sardiniern genommen; Tags darauf machtendie Oesterreichs unter Zobel mit unzureichenden Mitteln (zwei Divi-sionen) in nicht sehr zweckmäßiger Weise einen Versuch, sie wieder zuerobern, der sehr unglücklich ablief. Sie verloren dabei 8 Kanonenund 800 Gefangene.")

Baraguay d'Hilliers blieb vorläufig noch in der Gegend vonVoghera stehen: alle anderen Heertheile brachen am 29. Mai aus,wobei das Fußvolk bis Vercelli auf der Eisenbahn befördert wurde.Von dort aus erreichten die Heertheile unter Niel und Mac-Mahon,hinter den vorgeschobenen Sardiniern wegmarschireud, am 1. JuniNovara, und am folgenden Tage stieß dort die Kaisergarde zu ihnen.Canrobert, der am 31. unterhalb Vercelli, bei Prarolo über dieSesia gegangen war, konnte die Sardinier schon in dem Gefecht beiPalestro durch ein Zouaven-Regiment unterstützen, und rückte mitihnen vereint (2. Juni) an die Agogna vor, wo er sich aus ihremrechten Flügel bei Robbio setzte. Als dann, Tags daraus, die Sar-dinier nach Galliate aufbrachen, um den Vortrab des verbündetenHeers gegen den Ticino hin zu bilden, stieß Canrobert zu derHeeresmacht bei Novara, wo nun (am 3.) vier französische Heertheilevereinigt waren, die Stirn nach Süden gewendet, eines Angriffsvon dorther gewärtig, den man erwarten mußte, und der dennochnicht erfolgte.

Gyulai lebte unterdessen mit seinem Hauptquartier in offenemHader. Er hielt die feindlichen Bewegungen nach Vercelli für bloße