Vorwort
Zu der vorliegenden Arbeit kam ich durch eine öffent-liche Vorlesung, die ich im Winter-Semester 1898/99 an derBerliner Universität hielt, und die eine weit über meine Er-wartungen große Theilnahme fand. Um dieser großen Zahlvon Zuhörern etwas Neues zu bieten, glaubte ich mich nicht,mit dem gedruckten Material begnügen zu dürfen, sondernerbat und erhielt die Erlaubniß, im hiesigen geheimen Staats-archiv Nachforschungen über das Junge Deutschland anzu-stellen. Die Ausbeute war eine unerhofft große.
Einmal im Besitz solchen handschriftlichen Materialsmeinte ich nicht auf halbem Wege stehen bleiben zu dürfen,sondern versuchte, auch anderwärts bisher unbekannte Aeten-stücke zu erlangen. Damit hatte ich keinen sehr großen Erfolg.Das Dresdener und das Weimarer Haupt- und Staatsarchivund das Archiv der Stadt Frankfurt a. M. besitzen, wie ichaus den auf meine Anfragen ertheilten Bescheid entnehme,nichts aus diese Angelegenheit Bezügliches. Mein Gesuch andas Frankfurter Polizei-Präsidium, das die Erlaubniß zurBenutzung der Acten der Central-Untersuchungs-Commissionbei dem Herrn Reichskanzler zu vermitteln hat, wurde ge-währt, aber die Ausbeute blieb durchaus hinter den Erwar-tungen zurück. Für den eigentlichen Inhalt des Buches ergab