Fünftes Lapitel.
Der preußische Bann und derBundestagsdeschluß.
Bisher war von vier einzelnen ziemlich gleichaltrigennnd, wenn man Heine mit dazu nimmt, von fünf auf einemähnlichen Gebiete thätigen aber in keiner Weise weder inner-lich noch äußerlich mit einander zusammenhängenden Schrift-stellern die Rede gewesen. Sie zu einer Einheit zusammen-zuschließen, in ihnen einen Bund zu sehen, der bestimmteTendenzen verfolgte, war das Werk des SchriftstellersW. Menzel und der preußischen Regierung.
Es widerspricht dem Ebengesagten nicht, wenn in Wien-barg's Widmung der „ästhetischen Feldzüge" das „JungeDeutschland" erscheint, denn in diesem Ausdruck konnte nurDeutschlands Jugend gemeint sein, an die sich der Schrift-steller wandte, wie der Dozent Wienbarg zu der studentischenJugend gesprochen hatte. Aenßere Beziehungen fanden zwischenden Vieren und Fünfen wenig statt. Zwar Heine wurde vonihnen geehrt und Wienbarg's obengenannte Schrift von a^engepriesen. Sonst aber traten sie, kampfgerüstet und selbst-bewußt, wie junge Autoren zu sein Pflegen, auch gegen ein-ander auf. (Für Gutzkow vgl. z. B. Proelß 595. Mundtgegen Gutzkow vgl. unten S. 134.) Mundt stand mit keinem