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Das Junge Deutschland und die preussische Censur : nach ungedruckten archivalischen Quellen / von Ludwig Geiger
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Die in Betracht kommenden Akten sind:

1. Das sog.Schwarze Buch," vervollständigt bis5. September 1842, ein Band,

2. Hauptbericht der Centralcommission vom 14. Dezem-ber 1827, ein Band,

3. Totalübersicht der Resultate der Commission, 5 Bände,

4. Ein Anlageband hierzu,

5. Separatprotokolle über die diskutirte Totalübersicht,ein Band,

also zusammen neun Bände, von denen, wie gleich bemerktwerden mag, Bd. 29 entweder in Original oder in Ab-schrift von Ilse in seinen bekannten Büchern excerpirt, theil-weise abgedruckt worden sind.

Für die Geschichte des Jungen Deutschland kann manaus diesen Bänden gar nichts entnehmen. Schon aus dem Grundenicht, weil der Haupttheil, die obenerwähnte Totalübersicht, die2171 Seiten umfaßt und in 1164 Paragraphen zerfällt, be-reits am 15. Oktober 1827 unterzeichnet ist, also nur dieersten zwanziger Jahre darstellt. Es handelt sich durch-aus um politische Untersuchungen gegen Handwerker, Theil-nehmer der Burschenschaft und solche, die wegen Herausgabeund Verbreitung volksaufwieglerischer Schriften, Theilnahmean Versammlungen, Betheiligung am Hambacher Fest, andem Göttinger Aufstand 1831, dem Frankfurter Putsch 1833und dem am 2. Mai 1834 stattgehabten Versuch, die Frank-furter politischen Gefangenen zu befreien, angeklagt waren.Alle diese 1865 Personen, darunter manche Frauen, saßenin Untersuchungshaft oder wurden gerichtlich verfolgt.

DasJunge Deutschland," von dem in den Akten, vor-nehmlich in dem schwarzen Buch vielfach die Rede ist, hatmit der litterarischen Genossenschaft, der unsere Betrachtung

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