Aspasts.
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„O, theurer Hektor, dir zu Lieb' ertrug ich esMit heiterm Sinn, wenn Kvpris dich verleitete.
Und deiner Kebsen Kindern hub' ich oft die BrustGereicht, dir zu ersparen jed" Gefühl von Bitterkeit", »)
Gewiß sind diese Worte aus einer Fraucnscele vollinniger Liebe und zartester Rücksichtsnahme gequollen ;aber daß sie trotzdem den, sittlichen Gedanken derEhe schnurstracks widersprechen, bedars keines Nach-weises. Eine Lebensgefährtin und die „andereHälfte" des Mannes, eine Hausfrau in unseremSinne, war die griechische „Oikodespoina", die recht-mäßige und ebenbürtige Gemahlin, auch zur home-rischen Zeit keineswegs. Die Frauen hatten auchdamals zu den Männern hinaufzublicken, als zuWesen höherer Art. Was mußten sich die Gattin-nen von den Gatten, die Mütter von den Söhnensagen und gefallen lassen ! Man sehe beispielshalbernur, wie der Prinz von Jthaka mit seiner MutterPenelopeia umspringt. Auf eine ganz verständige,im Männersaal von ihr gemachte Bemerkung hinkanzelt der „besonnene Jüngling" Telemachos dieMutter also ab: —