Band 
Erster Band.
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Die Geistlichkeit im Fraukenreiche. 07

haften Stiles eine kostbare Quelle für die Geschichte des sechsten Jahrhunderts. Sein ZeitgenosseBischof Marins von Lausanne, erzählte die Ereignisse seiner Zeit in Burgund. Nach ihnensank die wissenschaftliche Thätigkeit noch tiefer als zu ihrer Zeit. Über die erste Hälfte dessiebenten Jahrhunderts berichtet in noch schlechterem Stil eine den Namen des' SchvlastikusFrede gar tragende, anS vier Stücken zusammengesetzte Chronik. Spätere Ereignisse lernenwir aus den anonymen Osstn tdrnnoornm und aus einer Fortsetzung Fredegars kenne».

In der Mitte des achten Jahrhunderts erscheint uns in dem aus Irland stammendenBischöfe Birgil von Salzburg der erste Geograph des Abendlandes im Mittelalter. Er solldie Existenz von Antipoden, also die damals noch religiös bestrittcne Rundung der Erdegeahnt, und der Apostel Bonifatius darauf vom Papste Zacharias den Auftrag erhaltenhaben, gegen ihn eine Untersuchung einzuleiten, von der wir jedoch nichts erfahren. Daß

Ruinen des Klosters auf der Insel Jona oder Hy (Hebenden); im Vordergründe die Königsgriiber der Angelsachsen.Gegründet in der zweiten Hälfte des sechsten Jahrhunderts durch Koluinba; von hervorragender Bedeutung für die Einführung des

Christentums bei den Angelsachsen.

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es Ärzte und Notare und zwar weltliche gab, zeugt indessen nicht von allgemeiner Unbildung.Auch die nngcmein zahlreichen Lebensgeschichten der Heiligen vom sechsten bis zumneunten Jahrhundert haben als Quellen der Geschichtschreibung jener Zeit, ja selbst derRechtsgeschichte, trotz aller ihrer Mängel wichtige Dienste geleistet. Auch Nonnen verfaßtensolche Werke.

Die ersten Anfänge germanischer Litteratur (von Ulfilas Bibelübersetzung abgesehen)finden wir in den Staaten der Angelsachsen, müssen sie jedoch in ihrem Zusammenhangen>it der von Britannien ausgehenden Mission des Christentums auf dem Festlande betrachten.Bon Südbritannien, dein heutigen England aus verbreitete sich die Lehre des Kreuzes durchPatrick nach Hibernien (Irland) und durch Kolnmba den Ältern (7 615) nach Nord-britannien (Schottland), durch jenen in der Mitte des fünften, durch diesen in der Mitte dessechsten Jahrhunderts. Bon den britischen Kirchen und Klöstern aus wurden dann die

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