Allmähliches Steigen der Ministerialen.
(s. oben S. 91 und 109) zum Lehn, welche Vorteile viele Freie verlockten, in diesen Standzn treten. Sie durften aber das übertragene Gut nicht nur ohne Bewilligung des Herrn nichtveräußern, sondern konnten selbst mit oder ohne Lehnsbesitz verkauft und verschenkt werden.
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Fränkischer Fürst.
Miniatur in einem Meßkanon der zweiten Hälfte des neunten Jahrhunderts aus dem alten Schatz der Kathedrale zu Metz.
Paris, Nationalbibliothek.
Leider findet sich kein Anhalt dafür, wen der Miniator in diesem Fürsten hat darstellen wollen. Aus dem Purpurmantel aber und derKrone, welche die aus den Wolken ragende Hand Gottes über sein Haupt hält, ist mit Sicherheit zu schließen, daß ein König oder einFürst königlichen Geblütes dargestellt sei. Er ist angethan mit einem auf der Schulter durch eine goldene Agraffe zusammengehaltenenPurpurmantel und einer goldgestickten hellfarbigen Tunika, welche um den Leib von einem mit Edelsteinen verzierten Gürtet, von demman nur das herabhängende Ende sieht, zusammengehalten wird. Die Bekleidung der Beine scheint die hosenartige, tdmorLlia be-nannte, zu sein. Der Fürst steht zwischen zwei Bischöfen, welche heilige Bücher im Arm halten und mit dem Meßgewand, der Kasel, demChorhemd und langer Tunika bekleidet sind) auf der Brust tragen sie das kreuzgeschmückte Pallium.
Sie wußten sich jedoch den Herren unentbehrlich zu machen und großen Einfluß auf sie zugewinnen, namentlich durch den Kriegsdienst, in welchen sie ihnen zu folgen hatten. Die höherenunter den Ministerialen waren die oben (S. 109) genannten Hofbeamten, die eine immer