Die Klöster und ihre inneren Einrichtungen.
145
und Pilger mit eigener Küche und Brauerei. Jni Norden der Kirche befanden sich das Haus fürvornehme Gäste mit eigenen Dienstwohnungen, Vorratsräumen und Stallungen, sowie Brauereiund Bäckerei, die äußere Schule (für solche, die nicht Mönche werden wollten) und die Abts-wohnnng mit eigenem Nebengebäude für die Diener, Küche, Speisekammer und Badestube.Im Osten der Kirche und Klausur lag die innere Schule (für künftige Mönche), die Kirchefür die Novizen und die Patienten, sowie das Krankenhaus für die Mönche mit abgesonderter
lW«LMLr
Urkunde des Stiftsarchivs St. Gallen, datiert aus Äugst, 14. April 752. Verkleinertes Faksimile.
Dudar schenkt an St. Gallen die von seinem Vater und Bruder ererbten Güter in Anghoma, Corberio und Nollingen.
Umschreibung:
8Li.6ro83.uoti aoolisio, liul 63t oonstruotus iuou3.3t6iius iu ouore 8auoti Oallons, udi ^.utmarus adba 6886 viästur.Duäs-rlus ooZitaus Dsuin. vsl pro auiros uisi rsuioäitz vsl stsrus. rstribuoioui äouo 3,6. ipso looo sauoto <iu3.utn.ruen.ru<iusps.tsr IU6U8 ^7illaariu8 roilii ruorious äerolitzuiä, Iioo 63t iu üui ^.u§u8tiu86 vsl iu üus I*ri8SA3u§iu8i Quantum äe KerrvLuoiu 60 milii aä xurteiu proviuit, Uoo 68t iu vllla ^.u^lioius, st iu villa Vorderio 6t iu I^o11iuoL8 6t iu alia looa iukrs, ip8U8PL6U8 vi3U8 8UIU adirs, lioo 68t 63.83.3, 63.83.1i, 63.IUpi8, pr6ti8, 3i1vi8, viui68, IU3.U6lpii8, 3000 I 3 .UU 8 , 3.<iuis 3.<1U3rUUU1U6 ä60ur3jdu8,6X oruuidus 6t iu 0inuidu8, iu ip8Q looo 83U6to 3.4 äio pr6S6ut6 iu clomiuutious xervauuiat, VU8 vol P03t6ri8 V68tri5 V6lL86uti8 moua8t6rii iu äomiuLtiouo ooruiu porroauiat. 8igui3 6§o aut 6riäi3 msi aut <iui8liv6t ulla opposita psreouA, guiooutra liauo 6pi8tola 4ou3tioui8 amdolalo xro8uiQ86rit, iuksrat aä ip30 looo euuoto äudla ropetiolous ot iu Ü 300 aurilid6ra8cluLö, 6t uidilouuuu8 xr6S6U3 äouatio Lrma permuuiut 8tidulatiou6 8ul)U6xa. L.otuiu iu ^.uZurztu xuplioi. 8i§uuva vuäario,<iui liauo epistola äou3tioui3 üori rogavit. 8i§. -st La§iuaiio toetis 8i§. P CrliiZalborto t68t. 8i§ -f Loduui t68t. 3iA. -j-
^.rualboläo to3t. 8i§. f LlaFiudsrto t68t. 8lZ. f lotouo t63t. 8lK. s-Lotporto t68t. 8i§. s-Vrotsr t68t. 8i§. f Volkaräo t68t.
Lxo Doro rogitns liauo 6pl3tola äouatiouie 8orip3i et 8udsorip8i. Xotavi V6usri8 auto ruoäiuiu ruiu86 aprili, auuopriruo rsxi l^ippiuo.
Übersetzung:
Der heiligen Kirche, welche als Kloster zur Ehre des heiligen Gallus erbaut ist, in welcher Audomar (Othmar) Abt sein soll.Ich Dudar, indem ich an Gott denke, gebe, sowohl zum Heil meiner Seele, als in Erwartung ewiger Vergeltung, dem genanntenHeiligtum alles, was mein Vater Willahar mir sterbend hinterließ, sowohl im Äugst-, als im Breisgau, dann, soviel mir von meinemBruder zu teil wurde, nämlich in den Orten Anghoma, Corberio und Loltincas (Nollingen) und in anderen Orten unterhalb jener Gaue,an Häusern, Scheunen, Feldern, Wiesen, Wäldern, Weinbergen, Leibeigenen, Kolonen, Gewässern und Wasserläusen, was alles jenemHeiligtum von: heutigen Tage an gehören und in euerem und euerer Nachkommen Besitz oder in dem der Bevollmächtigten des Klostersbleiben soll. Wenn ich oder meine Erben oder irgend welche andere Person gegen diesen Schenkungsbrief zu handeln wagen sollte, sosoll (der Fehlbare) jenem Heiligtum eine doppelte Buße und dem Fiskus zwei Pfund Gold abtragen und gegenwärtige Schenkung dessen-ungeachtet nach ihren Bestimmungen in Kraft bleiben. Geschehen in Äugst öffentlich. Es unterzeichnet Dudar, welcher diesenSchenkungsbrief ausstellen ließ, und als Zeugen: Raginar, Gisalbert, Bobo, Amalbold, Maginbert, Toto, Rotpert, Broterund Wolshard.Ich Bero habe auf Verlangen diesen Schenkungsbrief geschrieben und unterschrieben, am Freitag vor der Mitte des Monats April, imersten Jahre des Königs Pippin.
Abteilung für gefährliche Krankheiten, nebst Arztwohnung, „Aderlaßhaus" und Apotheke, danndie Gärten (für Gemüse und für Heilkräuter), der Friedhof, die Geflügelställe (weit von denKrankenräumen entfernt), die Wärterwvhnungen und der Fruchtspeicher. Im Westen der Kircheund Klausur endlich, vom eigentlichen Kloster durch eine Mauer getrennt, befanden sich dieStallungen für das Vieh (Schafe, Ziegen, Rinder, Schweine, Pferde), so wie das Gesinde-haus, zwischen welchen Gebäuden die öffentliche Zufahrt zur Kirche Hinleitete. An der letzten!wurde von 822 bis 829 gebaut, wobei die Mönche selbst Hand anlegten und die rauheste
Deutsche Kulturgeschichte.
10