Band 
Erster Band.
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Spiele. Jagd.

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welcher sich ihnen freilich auch ganz gemeine Possenreißer zugesellten, welche im Essen undTrinken ebenso erstaunliches leisteten wie an Frechheit und Zudringlichkeit.

Ein großes Vergnügen für die Ritterschaft war die Jagd. Sie hatte zugleich denpraktischen Zweck, die damals in Deutschland noch grimmig hausenden wilden Tiere, Auerochsen,Elentiere, Wisente, Eber, Bären, Wölfe und Luchse auszurotten und die von ihnen unsichergemachten Wälder und Sümpfe der Kultur zu gewinnen. Auch lieferte die Jagd den ritter-lichen Familien den hauptsächlichsten Teil ihrer Fleischnahrung. Die Jagdleidenschaft brachtees ferner mit sich, daß es ein beliebter Gebrauch wurde, seltene Tiere einzufangen, zu haltenund womöglich zu zähmen. Fürsten und andere Herren hielten oft Tiergärten, ja ganzeMenagcrieen. Kaiser Friedrich II. trug durch seine Verbindungen mit dem Orient besondersviel zur Verbreitung dieser Liebhaberei bei; er verschenkte Löwen und Leoparden und führteauf seinen Reisen Kamele mit sich.

Zur Jagd auf laufendes Wild wurden Hunde, zur Federwildjagd bis zur Einführungder Feuerwaffen Falken verwendet. Beide Tiere waren daher sehr beliebt; keiner Damefehlte ihr Schoßhund oder ihr Falke (man denke an Kriemhild). Der Jägermeister war einewichtige Person im Dienste hoher Herren. Auch Damen nahmen am Weidwerke teil, wiedie Herren in grüner Tracht, zu Pferde, mit Sporen an den Füßen, einem Rufhorn ausGold oder Elfenbein am Gürtel, Wurfspeere, Armbrüste oder Bogen in den Händen, denFalken auf der Faust, das Windspiel an der Leine; die Männer mit dem Schwert an der Seite,welches sie überhaupt bei Tage selten ablegten. Außer den oben genannten schädlichen Tieren

Abhäuten des erlegten Bären. Cberjngd.

Aus den um 1390 ausgeführten Wandmalereien des Schlosses Rnnkelstein in Tirol.

Asm