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Erster Band.
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25>0 Zweites Buch. VII. Das Zeitalter des Rittertums und des Miunedienstes.

wurden Füchse, Hasen, Hirsche,Böget verschiedener Art gejagt. DieErlegung eines Hirsches war dergrößte Triumph des Jägers, seineZerwirkung die größte Kunst desJägermeisters, die an Tristans Bei-spiel in Gottfrieds Meisterwerk ge-schildert ist. Die Behandlung, Ab-lichtung und Verwendung der Jagd-falken aber war gar eine förmlicheWissenschaft, die in Friedrich II.sogar einen kaiserlichen Vertreterbesaß, und der Falkner war einePersönlichkeit, von welcher manwichtigere Eigenschaften verlangteals von manchem Hofbeamten.Es wurde überhaupt ein wahrerKultus mit dem „edeln" Raub-vogel, „Fcderspiel" genannt, ge-trieben. Damen hegten ihr „Feder-spiel" häufig auch im Zimmer,in dem anßer kleinen Hunden hierund dort auch Eichhörnchen, sogar

Falkenbeize.

Das „Markgraf Heinrich von Meißen" darstellendeMiniature der Heidelberger (ehemaligen Manesse-schen) Liederhandschrift. Um 1300 . Heidelberg,Universitüts - Bibliothek.

Am Boden vor dem Jäger, dessen niederer Standdurch die kleinere Zeichnung ausgedrückt ist, einvom Schnabel deS Reihers gespießter Falke.

Affen, Wiesel, Marder und Her-meline gehalten wurden, wahrenddie Katze nur znm Mäusefangendiente. Noch beliebter aber warendie Singvogel und die färbenbunten Papageien. Im Hofefütterten die Damen gern Hirscheund Ziehe und einheimisches wieausländisches Geflügel.

Die beliebteste Belustigungdes Ritterstandes aber waren dieTurniere, und sie bildeten deneigentlichen Anlaß, den Ritter in

Elwrjagb zu Pferde.

Das „Heinrich Hetzbolt von Wisseuse" darstellendeMiniature der Heidelberger (ehemaligen Manesse-schen) Liederhandschrist. Um i:roi>. Heidelberg,UniversitätS - Bibliothek.