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Erster Band.
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Feuersbrünste. Seuchen. Markte. Feste. Bevölkerung.

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Aber auch an fröhlichenFesten fehlte es den Städternnicht. Gaben schon die hohenKirchenfeste, Ostern, Pfingsten,

Weihnachten, Anlaß zu allerleiLustbarkeiten, so kamen dazunoch die Märkte, anf welchensich nm so mehr Volk an-sammelte, als es außerhalb ihrerZeit an Gelegenheit znm Ein-kaufen fehlte; denn die Häuserhatten zu Kaufläden keinenRaum. Im Frühling feierte mandas „Todaustragen", indemman eine den Winter, späterden Tod vorstellende Strohpuppeins Wasser warf oder verbrannte.

Eigene Feste hatten ferner die

Zünfte; spärliche Überbleibsel derselben sind der Schäfflertanz der Böttchergesellen in München, dersich durch ei» Labyrinth von Lauben, die durch Faßreifen gebildet wurden, bewegte; der Metzger-sprung in den Fischbrnnnen zu München; der Umzug mit der langen Wurst in Königsberg; dasSchifferstechen in Ulm, das Schembartlanfen (Maskenfcst) in Nürnberg n. s. w. Besuchte einKaiser, König, Fürst oder Bischof eine Stadt, so wurden die Straßen mit Gras und Blumen bestreutoder mit Teppichen belegt; aus den Brunnen floß dann Wein. Große Stadtfeste waren auchdie Tage der Ratswahlen, verbunden mit der Eidesleistung der Nengewählten und der Huldigungder Bürger. Dazu kamen noch häufige Privatfeste. Bei Taufen und Hochzeiten wurden oft bunteUmzüge abgehalten, und übermütige Jünglinge kehrten sich mit ihrer Lust zu Schabernackaller Art überhaupt an keine bestimmte Zeit. Der derbste Unfug wurde in der Fastnacht verübt.

Die Bevölkerung der deutschen Städte im Mittelalter war weder so stark, wie manoft geglaubt hat, noch so schwach, wie man sie jüngst hat hinstellen wollen. Genaue Volks-zählungen gab es nicht, und es ist daher überhaupt sehr schwierig, die Menge der Bewohnerrichtig zu schätzen. Wenn man, was selten genug vorkam, eine Zählung veranstaltete,so geschah dies meist zum Zwecke der Verproviautiernng in Kriegszeiten, wobei Kinder undNichtvollbürgcr wenig oder nicht in Betracht fielen; oder znr Ermittelung der Eidpflichtigen

Das Olsathor zu Friesach in Karaten; Rekonstruktion. (Nach Essenwein.)

Aus den Befestigungen von Eggenbnrg Manerpartie von Groß -Enzersdors

in Niederösterreich. in Niederösterreich.

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