Entwickelung der Hansa.
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hierher reichte die Rührigkeit Lübecks und Hamburgs, die sich im Jahre 1210 verbündethalten; sie verschafften sich 1260 und >267 von seilen Englands die Bewilligung, neue Hansenzu bilden, und so wurde die Gildhalle aus einem kölnischen zu einem allgemein deutschenHanse; dasselbe war zur Verteidigung eines Thores in London (von Lisboxs^ats) verpflichtetund wurde dagegen mit bedeutenden Vorrechten ausgestattet. Auch eine flämische Hansa bestandsowohl in London wie in Flandern selbst, wo ihr Vorort Brügge mit Köln wetteiferte.Seit der Mitte des dreizehnten Jahrhunderts aber waren die wichtigsten deutschen Seestädte,Lübeck und Hamburg, nicht mehr nur allein unter sich verbündet, sondern auch Hamburg mitden sächsischen Handelsstädten Bremen, Braunschweig, Hannover und anderen, sowie Lübeck mitden damals „wendisch" genannten Städten Rostock, Wismar, Stralsund und Greifswald, undebenso standen die bedeutendsten westfälischen Städte Münster, Soest, Dortmund und Osnabrück,endlich auch die preußischen Ostseestädte in Bündnissen miteinander, welche nach und nach zueiner einzigen großen Macht zusammenwuchsen: zur „Hansa der Teutschen", die seit dem Jahre1358 gemeinsame „Tage" abhielt, dem dänischen Reiche und später auch dem norwegischen
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Rumpf eines großen Seeschiffes aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts, im Ban begriffen.
Faksimile eines Holzschnittes in Beruh. v. Breydenbachs Beschreibung seiner Reise nach dem heil. Lande. Gedruckt zu Mainz 1486.
ihre Vollkraft zeigte und sich über mehr als neunzig Land- und Seestädte Norddentschlands,der Ostseeländer und der Niederlande ausbreitete. Die große Bedeutung dieses Bundes lagdarin, daß durch denselben die Schranken zwischen Westsee (d. h. Nordsee) und Ostsee, aufwelchen früher nur die an ihren Küsten liegenden Städte Handel treiben durften, niederfielenund der Grundsatz der freien See den Sieg erfocht. Lübeck, Braunschweig, Köln und Danzigwurden die Hauptorte der vier Kreise oder „Quartiere" des Bundes, des wendischen, sächsischen,westfälischen und preußischen; Lübeck war zugleich allgemeiner Vorort, der zu den Städtetageneinlud. Im Gerichts-, Zoll- und Münzwesen trafen die Hansastädte stets gemeinsame gesetz-geberische Maßregeln. Die Periode von der Mitte des vierzehnten bis zu der des fünfzehntenJahrhunderts sah die Blüte des Bnndes. Viel weiter aber als sein heimisches Gebiet reichtesein auswärtiger Handel, der die Ost- und Nordsee-Lande beherrschte und auch noch die ganzeProduktenverbindnng zwischen Rußland einerseits, Britannien und den Niederlanden anderseitszu seinem Monopole machte. Dnrch Verträge mit den Landesherren sicherten sich die Hanseatennicht nur diese Vergünstigungen, sondern zugleich die Befreiung vom Strandrechte und vonGottesurteilen, sowie Vorrechte im Zoll, im Verfahren der Schuldbeitreibungen und im Er-werben von Holz zum Schiffbau. In den politischen Verwickelungen des Nordens waren dieHanseaten Wohl zu Hause; sie suchten sie stets in ihrem Interesse auszunutzen. GewagteWetten, wie dieses und jenes Ereignis enden würde, waren nicht selten. Die von den ein-